0911 23 98 46 504 (Ortstarif)
Kundenservice chat Online
babykarten-paradies.de 4.6 von 5 aus 35 Bewertungen
Kauf auf Rechnung
Versand 1-2 Tage nach Bestelleingang
24 Stunden Service per Telefon / Online Mo-So + Feiertags

Fruchtwasseruntersuchung

Blutuntersuchung bei einer SchwangerenDie Fruchtwasseruntersuchung ist auch Amniozentese genannt. Während dieser Untersuchung wird eine Probe des Fruchtwassers entnommen und untersucht. Der Frauenarzt entnimmt das Fruchtwasser mit einer feinen Punktionsnadel direkt aus der Gebärmutter. Im Fruchtwasser befinden sich Zellen des Ungeborenen, diese werden im Anschluss im Labor untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung können vorab auf verschiedene Erkrankungen hindeuten. Zudem kann mit Hilfe der Fruchtwasseruntersuchung das Geschlecht des Kindes bestimmt werden.
In der Regel kann eine Fruchtwasseruntersuchung ab der 16. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Da die Untersuchung nicht zu den Routineuntersuchungen während einer Schwangerschaft, wie der Ultraschall gehört, wird sie nur in bestimmten Fällen oder auf Wunsch der Schwangeren vorgenommen. Sind  in der Familie vererbbare Erkrankungen bekannt oder bei einer pränatalen Untersuchung sind Unklarheiten aufgetreten, so kann die Fruchtwasseruntersuchung vom Gynäkologen empfohlen werden. Ob diese Untersuchung schlussendlich durchgeführt werden soll, bleibt die Entscheidung der Schwangeren. Über mögliche Risiken wird die Schwangere im Vorfeld vom Frauenarzt aufgeklärt. Es kann zu möglichen Vaginalblutungen kommen. Darüberhinaus könnte der Fötus durch die Untersuchung verletzt werden und es könnte zu Infektionen kommen. Diese Folgen müssen nicht zwingend auftreten, dennoch sollte man sich über die möglichen Risiken bewusst sein.

Was wird bei der Fruchtwasseruntersuchung ermittelt?

Es ist ratsam eine Fruchtwasseruntersuchung immer dann durchzuführen, wenn der Verdacht einer Erkrankung oder Fehlbildung beim ungeborenen Kind besteht. Auch bei Risikoschwangerschaften und älteren Frauen (ab dem 35. Lebensjahr wird eine Schwangerschaft bereits als Risikoschwangerschaft gesehen) wird eine Fruchtwasserpunktion durchgeführt. Es soll in diesen Fällen ausgeschlossen werden, dass Chromosomenveränderungen beim Kind vorliegen.

Am häufigsten wird die Untersuchung durchgeführt, um auszuschließen dass eine Downsyndrom Erkrankung vorliegt. Zudem können vererbbare Blutkrankheiten aufgespürt werden. Zu diesen zählen unter anderem die Hämophilie (Bluterkrankheit), die Sichelzellenanämie und die Thalassämie. Die Fruchtwasseruntersuchung kann ebenso Hinweise auf weitere genetische Veränderungen und Fehlbildungen des ungeborenen Kindes geben. Das Fehlen der Schädeldecke, Mukoviszidose, eine geöffnete Wirbelsäule oder Glasknochen sind alles Erkrankungen die mittels der Untersuchung aufgedeckt werden können. Ein Herzfehler oder aber die Lippen- Gaumen- Spalte kann über eine Fruchtwasserpunktion jedoch nicht ermittelt werden. Sollte der Verdacht bestehen, dass das Baby an einer Infektion im Mutterleib leidet, wird ebenfalls dieses Verfahren angewendet.

Ablauf und Ergebnisse einer Fruchtwasseruntersuchung


Werdende Eltern lachend mit BabyschuhenDamit eine Probe des Fruchtwassers entnommen werden kann, wird der Gynäkologe eine feine Punktionsnadel in den Bauch der Schwangeren einführen. Das Schmerzempfinden während der Punktion ist mit einer Blutentnahme zu vergleichen. Daher wird bei dem Verfahren im Normalfall auf eine Betäubung des Bauches verzichtet. Die Fruchtwasseruntersuchung ist meist nach zehn Minuten abgeschlossen.

Als wichtiges Hilfsmittel dient, während der gesamten Untersuchung, das Ultraschallgerät. Mit Hilfe der Ultraschallbilder kann der Arzt die Position des Kindes und der Gebärmutter einschätzen, um beides nicht mit der Nadel zutreffen. Im Anschluss einer Fruchtwasseruntersuchung wird das Befinden des Kindes im Mutterleib per Ultraschall nochmals überprüft.

Die Zeit nach der Fruchtwasserpunktion besteht zumeist aus warten. Es werden in der Regel zwei Untersuchungen der Zellen durchgeführt. Die ersten Ergebnisse werden über einen Schnelltest geliefert und sind nach wenigen Tagen verfügbar. Der zweite Test ist genauer und benötigt zwei bis drei Wochen um ausgewertet zu werden. Die Resultate der Fruchtwasseruntersuchung bieten Aufschluss über mögliche Erkrankungen des Ungeborenen. Die werdenden Eltern können, sollten die Ergebnisse zu einer Erkrankung des Kindes geführt haben, mit Experten die auf Generkrankungen spezialisiert sind, Beratungsgespräche führen. Die Entscheidung, ob die Schwangerschaft fortgeführt wird, ist nicht leicht und sollte von Fachärzten begleitet werden.

 

Mögliche Folgen einer Fruchtwasserpunktion

Die Entscheidung für eine Fruchtwasseruntersuchung ist nicht leicht, schließlich wird der Eingriff in unmittelbarer Nähe des ungeborenen Babys durchgeführt. Das Risiko für eine Fehlgeburt nach einer Punktion liegt allerdings nur bei 0,5 Prozent. Das Risiko einer Infektion ist noch geringer. Die Entscheidung sollte daher immer erst nach Absprache mit dem behandelnden Frauenarzt durchgeführt werden.

Sollten nach der Fruchtwasseruntersuchung Fieber, vorzeitige Wehen, Schmerzen im Bauch oder Rücken, stärkere Blutungen oder Flüssigkeit aus der Scheide austreten, dann sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Diese Symptome können Hinweise auf Komplikationen sein und müssen direkt untersucht werden. Leichte Krämpfe oder leichte vaginale Blutungen sind hingegen im Normalfall nicht weiter schlimm.

 

Bildquellen:
Bild1: http://de.123rf.com/photo_3235115_pregnancy-control-blood-in-a-laboratory-hands-of-the-doctor-with-syringe.html  Urheber: Astroid
Bild2: http://de.123rf.com/photo_10175727_portrait-of-a-happy-pregnant-woman-holding-baby-shoes-and-of-her-husband-on-a-sofa.html  Urheber: Wavebreak Media Ltd

Bitte warten...
Der Designer wird vorbereitet
  Copyright Babykarten-Paradies 2017 Made by