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Lungenreifung

Unvollständige Lungenreifung: Baby wird im Brutkasten beatmetEine ausreichende Lungenreifung ist besonders wichtig, damit das Neugeborene überleben kann. Die Lungenreifung beginnt erst im dritten Trimester. Sowohl die Lunge als auch weitere Anlagen sind vorab vorhanden, das Kind könnte jedoch noch nicht selbstständig atmen. Damit die Reifung der Lunge voranschreiten kann, ist der Stoff Surfactant von Nöten. Die Bildung des Stoffes beginnt ab der 24. Schwangerschaftswoche und wird von da an in immer größerer Konzentration ausgeschüttet. Die Lungenreifung ist in der 35. Schwangerschaftswoche abgeschlossen.
Kommt das Baby zu früh auf die Welt ist es wichtig, dass es unverzüglich medizinisch versorgt wird. Die Beobachtung der Organe und die Lungenreifung hat hierbei oberste Priorität. In einigen Fällen wird der Schwangeren auch eine Injektion mit Cortison verabreicht, um die Lungenreifung vor der Geburt zu beschleunigen. Diese Spritzen werden zwischen der 24. und 34. Schwangerschaftswoche verabreicht. Allerdings nur, wenn feststeht, dass sich die Schwangere oder das Ungeborene in einem kritischen Stadium befinden und eine Frühgeburt eingeleitet wird.
Frühgeburten ohne ausreichende Lungenreifung haben heutzutage durch die intensivmedizinische Betreuung gute Überlebenschancen. Über mögliche Behandlungsmethoden und Risiken klären Ärzte und Hebammen die werdenden Eltern im Vorfeld auf.

Die Lungenreifung beim Ungeborenen

Lungenreifung erst ab der 24.SchwangerschaftswocheKommt das Kind als Frühchen zur Welt (vor der 37. Schwangerschaftswoche), dann kann es unter Umständen zu unterschiedlichen Problemen der einzelnen Organe kommen. Im schlimmsten Fall kann es aufgrund einer nicht ausreichenden Lungenreifung zum Atemnotsyndrom führen. Das Atemnotsyndrom wird auch IRDS (infant respiratory distress syndrom) genannt. Hierzu kann es kommen, weil die Lunge nicht ausreichend Surfactant produziert. Die Lungenbläschen fallen zusammen und es kann keinen Gasaustausch in der Lunge geben. Die Folge sind Sauerstoffmangel und Atemnot. Das Frühchen muss intensivmedizinisch versorgt werden, indem es intubiert und künstlich beatmet wird. Die Zugabe von Surfactant kann die Lungentätigkeit stabilisieren und stärken.
Die vollständige Lungenreifung wird erst nach der Geburt mittels spezieller Behandlungsmöglichkeiten abgeschlossen. Kann bereits vorab festgestellt werden, dass Komplikationen auf eine Frühgeburt hindeuten, so kann eine spezielle Spritzentherapie die Lungenreifung des ungeborenen Babys beschleunigen. Nach Möglichkeit wird geschaut, dass die Entbindung so lange hinausgezögert werden kann, dass das Kind zumindest selbstständig atmen kann.

Lungenreifung mittels Cortisonspritze

Heutzutage haben Frühgeborene durch eine verbesserte medizinische Betreuung und effizienteren Behandlungsmethoden vor sowie nach der Geburt deutlich bessere Überlebenschancen in Bezug auf das Atemnotsyndrom als früher. Die Anregung der Lungenreife im Mutterleib spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Als Behandlungsmethode wird der Schwangeren zwischen der 24. und 34. Schwangerschaftswoche eine Injektion mit dem Nebennierenrindenhormon (z.B. Celestan) verabreicht. Die Injektion verläuft in zwei Phasen im Abstand von 24 Stunden. Da das Hormon den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt, müssen Schwangere mit Diabetes mellitus besonders gut überwacht werden. Bei auffälligen Blutzuckerwerten kann mit einer Insulininjektion gegengewirkt werden.
Die Behandlung mit Corticosteroidhormonen vermindert das Risiko eines Atemnotsyndroms und Gehirnblutungen beim Kind um circa 50 Prozent. Die Verabreichung sollte jedoch mindestens 24 und höchstens sieben Tage vor der Geburt erfolgen. Nur dass kann die volle Wirkung erzielt werden. Eine vorzeitige Lungenreifung muss immer abgewogen und ärztlich abgeklärt werden, sie ist nicht immer sinnvoll.
Eine vorzeitige Behandlung der Lungenreifung kann erfolgen, wenn die Schwangere starke Blutungen zum Ende der Schwangerschaft hat, einen vorzeitigen Blasensprung hat, eine vorzeitige Wehentätigkeit und ein geöffneter Muttermund erkennbar sind und bei Komplikationen die eine vorzeitige Geburt einleiten.
Sollte die Gebärmutter ruhig gestellt werden können und die frühzeitigen Wehen haben sich zurückgebildet, dann kann die Cortisoninjektion in circa 8 bis 10 Tagen erneut verabreicht werden.

Die Behandlung zur Lungenreifung mit Steroiden ist sowohl für die werdende Mutter als auch für das ungeborene Baby unbedenklich. Da es sich um ein körpereigenes Hormon handelt, kann es keinen Schaden anrichten. Die Cortisongabe muss jedoch in jedem Einzelfall auf Risiken und Erfolgschancen abgewogen werden. Weitere Informationen kann der behandelnde Arzt übermitteln.

 

Bildquellen:
Bild1: http://de.123rf.com/photo_12271927_newborn-baby-inside-incubator.html  Urheber: Vladimir Nenov
Bild2: http://de.123rf.com/photo_19926416_closeup-image-of-baby-ultrasound-scan.html  Urheber: tiero

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