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Mutterschutz

Dauer des Mutterschutzes kommt auf die Arbeit anJede Schwangere geht sechs Wochen vor den errechneten Geburtstermin in Mutterschutz. Dieser endet erst acht Wochen nach der Entbindung. Bei Mehrlings- und Frühgeburten beträgt die Dauer nach der Geburt bis zu zwölf Wochen. Berufstätige Frauen haben immer ein Anrecht auf mindestens 14 Wochen Mutterschutz. Nach den 14 Wochen kann die Frau wieder arbeiten gehen, dass passiert in der Regel nur selten. Im Normalfall beantragt die Mutter nach der Entbindung die Elternzeit oder Elternteilzeit.
Im Mutterschutzgesetz sind unter anderem der Arbeitsschutz während der Schwangerschaft, die finanzielle Absicherung sowie der Kündigungsschutz verankert.
Das Mutterschutzgesetz tritt erst in Kraft, wenn die Schwangere ihren Arbeitgeber über die Schwangerschaft informiert hat. Den Zeitpunkt der Bekanntgabe kann die Schwangere selbst wählen, es ist jedoch ratsam, die ersten drei kritischen Monate abzuwarten. Einigen Chefs genügt die mündliche Meldung, andere verlangen ein schriftliches Attest vom Frauenarzt. Für die Kosten des Attests muss der Arbeitgeber bzw. das Unternehmen aufkommen. Wichtig ist, dass auf der Bescheinigung der voraussichtliche Geburtstermin vermerkt ist.

Mutterschaftsgeld im Mutterschutz

Den Mutterschutz frühzeitig am Arbeitsplatz ankündigenAlle Frauen erhalten im Mutterschutz weiterhin Geld. Dieses wird als Mutterschutzgeld oder auch als Mutterschaftsgeld bezeichnet. Es wird in den sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung gezahlt. Das Mutterschutzgeld muss vor dem Mutterschutz beantragt werden. Gesetzlich Versicherte beantragen es bei der Krankenkasse, alle anderen müssen sich an das Bundesversicherungsamt wenden.
Das Mutterschaftsgeld erreicht ungefähr die Höhe des Durchschnittsnettogehalts der letzten drei Monate vor dem Mutterschutz. Die Krankenkasse zahlt bei gesetzlich Versicherten 13 Euro pro Tag, der Rast wird vom Arbeitgeber gezahlt. Privatversicherte und geringfügig Angestellte erhalten eine einmalige Zahlung von 210 Euro vom Bundesversicherungsamt.

Schutz am Arbeitsplatz vor dem Mutterschutz

Der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass die Schwangere bereits vor dem Mutterschutz nicht zu Schaden kommt und sich während der Arbeitszeit nicht überanstrengt. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem:

  • Ruhemöglichkeiten schaffen – schwangere oder stillende Frauen müssen die Möglichkeit erhalten sich während der Arbeitszeit auszuruhen oder sogar hinlegen zu können.
  • Gesundheit am Arbeitsplatz – die Gesundheit der schwangeren Arbeitnehmerin geht vor, zusätzliche Pausen sollten ermöglicht werden und die Arbeitsposition verbessert werden, indem sie z. B. nicht über lange Zeit die selbe Haltung einnehmen muss oder stundenlang auf den Bildschirm schaut.
  • Vermeidung von Gesundheitsrisiken – schweres Heben sollte vermieden und der Schutz vor Gasen, Dämpfen, Stoffen, Lärm, Hitze, Strahlen, Kälte und Nässe eingehalten werden.

In einigen Berufsbranchen ist es möglich, dass die Schwangere gar nicht mehr arbeiten kann und sogar Beschäftigungsverbote ausgesprochen werden. In dem Fall wird eine Bescheinigung vom behandelnden Arzt ausgefüllt. Sollte keine andere Tätigkeit am Arbeitsplatz ermöglicht werden, kann es sein, dass die Schwangere ihren Beruf in der gesamten Schwangerschaft nicht weiter ausübt. Das Gehalt wird weiterhin gezahlt und liegt in Höhe des Durschnittverdienstes der letzten 13 Wochen vor der Schwangerschaft. 
Ein generelles Beschäftigungsverbot wird ausgestellt, wenn…

  • Fließband- oder Akkordarbeit mit festgelegtem Arbeitstempo vorliegt.
  • die Tätigkeit bei Nachtarbeit sowie Sonn- und Feiertags ausgeübt wird oder Mehrarbeit geleistet wird.
  • Schwangere Arbeitnehmerinnen ab dem 5. Monat täglich auf der Arbeit mehr als vier Stunden im Stehen verbringen.
  • ständiges Strecken und Hocken oder die Bedienung von Maschinen mit dem Fuß zu den Aufgaben zählen.
  • die Gefahr für Mutter und Baby durch ein erhöhtes Risiko einer Berufskrankheit bedingt ist.
  • Holz geschält werden muss oder andere hohe Unfallgefahren drohen.

Zudem kann der Arzt ein individuelles Beschäftigungsverbot aussprechen und attestieren. Das passiert, wenn die Schwangere an einer Krankheit leidet, eine Mehrlingsgeburt vorliegt oder sie nach der Geburt nicht die voll Leistung erbringen kann.

Der Arbeitgeber muss die Schwangerschaft seiner Angestellten der zuständigen Aufsichtsbehörde mitteilen. Sollte der Arbeitgeber die Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz vor dem Mutterschutz nicht einhalten, kann sich die Schwangere an die Behörde wenden.

 

Bildquellen:
Bild1: http://de.123rf.com/photo_38819793_working-pregnant-woman-signing-contract-with-her-partner.html  Urheber: Piotr Marcinski
Bild2: http://de.123rf.com/photo_12194701_photo-of-a-pregnant-women-at-work-in-her-office-showing-her-baby-ultrasound-scan-print-to-a-colleagu.html  Urheber: Richard Thomas

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