Ultraschall

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Eine Schwangerschaft ist eine unglaublich spannende Phase: Nicht nur, dass sich der Körper der werdenden Mama im Laufe der Zeit immer deutlicher verändert, auch die Neugier der Eltern auf das neue Familienmitglied ist von Anfang an unbändig groß und wächst wie Mamas Bauch. Zum Glück können werdende Eltern dank Ultraschalluntersuchungen schon einmal einen Blick auf ihren Nachwuchs werfen und so die Neugier zumindest ein wenig stillen. Neben den klassischen Ultraschalluntersuchungen erfreuen sich mittlerweile auch der 3D-Ultraschall und der 4D-Ultraschall großer Beliebtheit. Noch nie davon gehört? Dann lesen Sie doch einfach im Folgenden, was es mit diesen Ultraschalluntersuchungen auf sich hat! Beachten Sie dabei aber bitte, dass dieser Text nicht der Feder eines Mediziners entstammt, sondern lediglich allgemeine Basisinformationen bietet. Bei allen Detailfragen und medizinischen Fragen sind Ärzte die richtigen Ansprechpartner.

Der 3D-Ultraschall: Unterschiede zum „normalen“ Ultraschall

In einer komplikationslos verlaufenden Schwangerschaft bieten Frauenärzte werdenden Mamas in der Regel drei Ultraschalluntersuchungen an. Hierbei kommt üblicherweise der „normale“ Ultraschall, also ein zweidimensionales Darstellungsverfahren, zum Einsatz. Die Ultraschalluntersuchungen können dabei aus mindestens zwei Gründen wichtig sein. Zum einen erfüllen sie einen diagnostischen Zweck, soll heißen: Der Frauenarzt checkt, wie es dem Baby in Mamas Bauch geht, ob es sich gut entwickelt, wie alt es ist, ob es Auffälligkeiten gibt und, und, und. Zum anderen ist eine Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft aber natürlich auch für die werdenden Eltern ein Highlight: Sie können erste Blicke auf ihr Kind erhaschen und viel besser realisieren, dass sie bald eine echte kleine Familie sein werden.

Auf den ersten Ultraschallbildern ist dabei häufig noch nicht allzu viel zu erkennen. Auch die zweidimensionale Darstellung bei den üblichen Ultraschalluntersuchungen kann es dem medizinischen Laien etwas erschweren, sich ein richtiges Bild von dem Baby zu machen. Bei einem 3D-Ultraschall kommt eine weitere Dimension ins Spiel, welche die Bilder plastischer und somit realistischer wirken lässt. Auch der 3D-Ultraschall kann dabei für Zusatzuntersuchungen genutzt werden. Bei einer normal verlaufenden Schwangerschaft kann der 3D-Ultraschall aber auch auf Wunsch der Eltern einfach nur angewendet werden, um erste tolle Bilder vom Nachwuchs zu generieren. Kleiner Wermutstropfen: In diesem Fall müssen die Eltern die Kosten für den 3D-Ultraschall natürlich selbst tragen, da es für ihn keinen medizinischen Anlass gab.

Ultraschall Aufnahmen

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Der 4D-Ultraschall setzt noch einen drauf

Wie Sie sich nun schon vorstellen können, bietet der 4D-Ultraschall im Vergleich zum 3D-Ultraschall noch mehr: nämlich eine weitere Dimension – eine zeitliche Dimension. Während es bei dem 3D-Ultraschall darum geht, Bilder von dem Baby in Mamas Bauch zu erhalten, die besonders plastisch sind, stellt der 4D-Ultraschall gleich viele dieser Bilder zusammen, sodass eine Art Film live aus Mamas Bauch entsteht. So können Eltern auch fasziniert beobachten, wie sich das ungeborene Baby bewegt. Vielleicht führt es die Hand zu seinem Mund, strampelt oder setzt einen besonders lustigen Gesichtsausdruck auf? Überraschungen sind quasi vorprogrammiert und Mama und Papa werden große Augen machen, wenn sie feststellen, was ihr Baby schon alles kann. Damit die Freude an dem Film aus Mamas Bauch nicht nur für die kurze Zeit anhält, welche der 4D-Ultraschall in der Praxis des Arztes beansprucht, kann der Film natürlich auch aufgezeichnet und somit später immer wieder (sicherlich auch gemeinsam mit Freunden und Verwandten) angesehen werden.

3D-Ultraschall und 4D-Ultraschall abwägen und planen

Auch wenn die Möglichkeiten, die 3D- und 4D-Ultraschall bieten, faszinieren: Ob tolle Aufnahmen entstehen, hängt auch von der Lage des Babys ab. Zudem müssen Eltern natürlich eigenständig abwägen, ob sie diese Untersuchungen nutzen möchten, und – falls ja – müssen selbige auch etwas geplant werden.

Auf Schwangere warten mitunter viele Untersuchungen. Wer zusätzlich noch auf eigenen Wunsch einen 3D-Ultraschall oder gar einen 4D-Ultraschall durchführen lassen möchte, sollte also planvoll vorgehen. Dabei gilt es unter anderem, den passenden Zeitpunkt für diese besonderen Blicke in Mamas Bauch zu finden. Es gibt nämlich Phasen in der Schwangerschaft, die im Allgemeinen als gut geeignet gelten, um den Nachwuchs im 3D-Ultraschall oder 4D-Ultraschall entweder im Ganzen zu betrachten oder aber – etwas später – um sein Gesichtchen besonders hervorzuheben. Wann diese Zeitpunkte kommen und wann es zu früh oder zu spät für die Untersuchungen ist, sollten Eltern bei ihrem Arzt erfragen, wobei sie natürlich auch gleich in Erfahrung bringen, ob der eigene Frauenarzt überhaupt über die entsprechende Technik verfügt. Vor allem der 3D-Ultraschall findet eine immer weitere Verbreitung, der übliche 2D-Ultraschall ist aber sicherlich noch immer Standard. Mittlerweile gibt es neben Ärzten auch andere Anbieter, die einen 3D-Ultraschall oder einen 4D-Ultraschall durchführen. Die Entscheidung für solche Anbieter sollte allerdings gut überlegt sein, wenn hier medizinisches Know-how fehlt und diagnostische Maßnahmen ausgeschlossen werden. Ein Arzt wird – auch wenn der 3D- oder 4D-Ultraschall erst einmal ohne medizinische Indikation durchgeführt wird – die Bilder sicherlich auch eher deuten.

Noch viel wichtiger ist aber natürlich, dass Eltern ihren Arzt vorab fragen, ob möglicherweise Risiken bei den Untersuchungen bestehen, und – wie oben bereits betont – bei ihm den passenden Untersuchungszeitpunkt in Erfahrung bringen. Schlussendlich gilt es auch abzuwägen, ob eine medizinisch nicht indizierte 3D- und 4D-Ultraschallanwendung alleine aufgrund des Erinnerungswertes von Bildern und Filmen angebracht ist. Schließlich ist Vorsicht bekanntlich die Mutter der Porzellankiste und die Medizin versucht üblicherweise, unnötige Untersuchungen zu vermeiden. Hinzu kommt, dass Eltern sich auch bewusst darüber sein müssen, dass ein Arzt bei den zusätzlichen Untersuchungen Auffälligkeiten feststellen könnte: Ob man dieses Wissen vor der Geburt haben und ggf. weitere Untersuchungen durchlaufen möchte, sollte man zunächst für sich selbst klären. Diese Fragen stellen sich im Grunde aber nicht nur beim 3D-Ultraschall und 4D-Ultraschall, sondern im gewissen Maße auch bei den „normalen“ Ultraschalluntersuchungen. Gegen einen 3D-Ultraschall oder einen 4D-Ultraschall kann darüber hinaus natürlich auch sprechen, dass sich manche Eltern schlichtweg von dem Aussehen ihres Babys intensiver überraschen lassen und nicht jeden Trend, welcher vielleicht auch etwas zur Entzauberung der Schwangerschaft beiträgt, mitmachen möchten.

Ultraschallbild

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Bilder vom 2D-Ultraschall und 3D-Ultraschall in Szene setzen

Unabhängig davon, ob es sich nun um Bilder handelt, die aufgrund des normalen 2D-Ultraschalls oder des neueren 3D-Ultraschalls entstanden sind: Die ersten Bilder vom eigenen Kind lassen sich natürlich wunderbar in Szene setzen. Während der Schwangerschaft selbst werden die Bilder aus Mamas Bauch gerne Verwandten und Freunden gezeigt oder als Babykarte verschickt. Aber auch nach der Geburt sollten die Bilder vom 2D- oder 3D-Ultraschall natürlich nicht in der Schublade verschwinden: Eine tolle Idee ist es, diese Bilder später den ersten Fotos vom Neugeborenen gegenüberzustellen – etwa, indem beide Arten von Bildern gerahmt zu Hause aufgehangen werden. Bei 2D-Aufnahmen – vor allem bei den ersten – lässt sich durch diese Darstellung der witzige Effekt erzielen, dass zwischen den Bildern viele Unterschiede bestehen und sich jeder Betrachter über das Wunder, wie aus einem kleinen Schatten in Mamas Bauch ein solch stattliches Baby werden konnte, bewusst wird.

Werden Bilder, die mit dem 3D-Ultraschall entstanden sind, und die ersten Fotos nach der Geburt gegenübergestellt, lässt sich wiederum wunderbar darstellen, dass auch in Mamis Bauch schon ein echter Mensch wohnte, der es nun endlich zu uns geschafft hat. Dies liegt an der größeren Plastizität, aber natürlich auch daran, dass die Bilder aus dem 3D-Ultraschall zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen werden als die oben angesprochenen ersten mit 2D-Ultraschall.