Baby unter eine Wolldecke heraus schauend. Lutscht an Spielzeug

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Hoppla – was ist denn das? Ein erster Zahn ziert plötzlich das Lächeln Ihres Kindes? Dies ist wirklich ein sehr schöner Moment – zeigt doch auch er, dass Ihr Kind langsam aber sicher einen wichtigen Entwicklungsschritt nach dem nächsten nimmt! Doch wann lässt sich ein erster Zahn eigentlich üblicherweise im Kindermündchen entdecken und aus wie vielen Zähnen besteht in der Regel ein komplettes Milchgebiss? Wie geht es nach dem ersten Zahn weiter und warum verlieren manche Babys beim Zahnen ihre ansonsten blendend gute Laune? Fragen über Fragen, denen wir versuchen, im Folgenden nachzugehen.

Lachendes Baby in Gitterbett

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Ein erster Zahn lässt nicht lange auf sich warten!

Manches geht schneller, als man glaubt: Ein erster Zahn lässt sich im Mund eines Babys mitunter schon im sechsten Lebensmonat von seinen stolzen Eltern entdecken. Manchmal zeigt er sich auch schon sehr viel früher, bisweilen erst deutlich später. Wer nun aber denkt, dass sobald ein erster Zahn sichtbar ist, auch sehr schnell seine vielen kleinen, weißen Kollegen zum Vorschein kommen müssen, irrt ein wenig. Natürlich kommen nicht alle Zähne innerhalb weniger Stunden oder Tage kurz hintereinander zum Vorschein. Das Zahnen ist vielmehr ein Entwicklungsschritt, der viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Den Start machen häufig die mittleren Schneidezähne, dann folgen üblicherweise die seitlichen Schneidezähne, wobei das Baby nun schon durchaus acht oder gar bereits zwölf Monate alt sein kann. Die übrigen Zähne brauchen noch viel länger – den Abschluss machen häufig die hinteren Backenzähne, die mitunter erst in einem Alter von ca. 2,5 Jahren durchbrechen.

Auch beim Zahnen gilt aber natürlich, dass jedes Kind anders ist, und es mal länger, mal weniger lang dauern kann, bis ein Milchgebiss vollständig ist. Davon einmal abgesehen ist es aber natürlich interessant zu wissen, wie viele kleine Zähnchen sich im Laufe der Zeit ihren Weg bahnen werden: Ist ein erster Zahn zu entdecken, folgen zumeist noch 19 weitere Beißerchen. Das mit 20 Zähnen in der Regel vollständige Milchgebiss bleibt allerdings auch gar nicht allzu lange erhalten: Dies liegt hoffentlich nicht an mangelnder Zahnhygiene, sondern daran, dass natürlich im Kindesalter noch ein Zahnwechsel ansteht. Mitunter in einem Alter von etwa sieben Jahren verspüren Kinder den ersten Wackelkandidaten in ihrem Mund. Dies ist häufig einer der mittleren Schneidezähne. Verborgen bleibt dabei oft, dass aber auch schon vor dem ersten Wackelzahn neue Zähne das Milchgebiss ergänzen, ohne dass hierfür ein Milchzahn weichen muss – das bleibende Gebiss weist schließlich auch mehr Zähne auf als das Milchgebiss. Diese neuen Backzähne sind also eigentlich die allerersten Zähne des bleibenden Gebisses.

Wenn ein erster Zahn das Baby ärgert

Natürlich kann es, dass unter anderem auch ein erster Zahn für Ungemach beim Baby sorgt: Er und alle Zähne, die ihm an anderer Stelle im Gebiss folgen, müssen sich schließlich durch das Zahnfleisch mühen, um dem Baby später wichtige Dienste erweisen zu können. Das kann auch einmal wehtun und von einem Baby zu Recht mit Weinen und auch ansonsten mäßiger Laune quittiert werden. Es weiß schließlich nicht, was jetzt plötzlich in seinem Mündchen los ist! Manche Babys leiden aber auch gar nicht unter dem Zahnen. So oder so: Eltern sollten ihr Kind natürlich auch in der Periode, in der ein erster Zahn und die folgenden kleinen Beißerchen durchbrechen könnten, gut beobachten. Gibt es Anzeichen dafür, dass sich das Kind nicht wohlfühlt, sich seine Temperatur erhöht oder sonstige Krankheits- oder Beschwerdesignale auftauchen, ist auf jeden Fall der Rat eines Arztes einzuholen – ganz egal, ob dies alles nun mit dem Zahnen zusammenhängt oder nicht. Ein Arzt kann nicht nur bei echten gesundheitlichen Problemen nach Lösungen suchen, sondern sicherlich auch den einen oder anderen Tipp geben, wie Eltern ihrem Baby das Zahnen schlicht und einfach angenehmer machen können.

Auch wenn die Phase des Zahnens bei einem Kind vielleicht anstrengend war – weiterer Ärger mit den kleinen Zähnchen lässt sich mit einer gesunden Ernährungsweise und der richtigen Zahnpflege hoffentlich in großen Teilen verhindern. Hier sind natürlich die Eltern gefragt: Sie müssen sich, solange ihr Kind hierzu noch nicht imstande ist, um die Zahnhygiene des Nachwuchses kümmern und ihrem Kind später auch all das beibringen, was zur Gesunderhaltung der Zähnchen dient. Ein erster Zahn und das Durchbrechen seiner weiteren Kollegen bleiben so hoffentlich die einzigen Ereignisse, die dem Kind in Sachen Zähne Kummer bereiten. Für Sie als Eltern wird es aber ohne Frage relativ mühsam werden, Ihren Kindern die richtige Zahnhygiene beizubringen: Hier schludern selbst Kinder, die eigentlich keine Unterstützung mehr bräuchten, mitunter recht gerne. Hier helfen nur Konsequenz und wiederholte Erklärungen.

Das Zahnen zu Erinnerungszwecken dokumentieren

Kind in Winterkleidung

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Wer sich, bevor der Nachwuchs zur Welt kam, einmal etwas näher mit der Entwicklung eines Babys auseinandergesetzt hat, weiß eines: Die Zeit rennt und so richtig klein und babyhaft bleibt der Nachwuchs nur für eine sehr kurze Dauer. Schon bald wird nach Sachen gegriffen, gekrabbelt oder es zeigt sich eben ein erster Zahn im Mündchen. Aus dieser Erkenntnis lässt sich ein wichtiger Schluss ziehen: Wer später an jede Entwicklungsphase seines Kindes ein Erinnerungsstück haben möchte, muss schnell sein und kann die Kamera – etwas übertrieben gesprochen – vor allem in den ersten zwei Lebensjahren des Kindes kaum noch aus der Hand legen. Auch das niedliche Lächeln und das Mündchen des Babys stehen bei vielen Aufnahmen natürlich im absoluten Fokus: Zumal beides sehr charmant ist – ein Babylächeln ganz ohne Zähne als auch eines, bei dem ein erster Zahn frech hervorlugt. Verpassen Sie es also auf keinen Fall, in jeder Phase viele schöne Fotos von Ihrem Nachwuchs zu erstellen! Sie werden später noch viel Freude daran haben!

Noch ein Tipp: Die Zähne Ihres Kindes werden auch noch in anderer Weise ein Anlass sein, ein Erinnerungsstück anzufertigen. Fallen erst einmal die ersten Milchzähne aus, da das bleibende Gebiss sich langsam aber sicher durchsetzt, sammeln viele Eltern die Milchzähne gemeinsam mit dem Nachwuchs in einem hübschen Döschen. So können ein erster Zahn und die weiteren eines Milchgebisses auch Jahre später noch einmal angesehen werden – Ihr Kind wird sich mit Sicherheit später wundern, wie klein seine ersten Zähne waren. Verbinden lässt sich das Aufbewahren der Milchzähnchen übrigens auch mit dem Brauch, Kindern den Zahnwechsel zu versüßen, indem die Zahnfee ins Spiel kommt und ausgefallene Milchzähne gegen ein kleines Geschenk tauscht. Sie selbst als Mama oder Papa spielen dann die Zahnfee und können die gegen Geschenkchen ausgetauschten ausgefallenen Milchzähne im gereinigten Zustand in ein Döschen packen, um es später Ihrem Kind zu geben. Dies ist aber nun wirklich schon wieder ein ganz anderes Thema: Zunächst einmal sei Ihnen viel Spaß und Faszination beim Anblick gewünscht, den ein erster Zahn im Mündchen Ihres Nachwuchses bietet!