Kopfhörerbaby

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Musik macht das Leben ein Stück schöner! Dieser Aussage werden sicherlich auch Sie zustimmen. Grund genug, auch einmal darüber nachzudenken, welche Rolle Musik in der Schwangerschaft für Sie und Ihr Baby spielen könnte, und wie Ihr Nachwuchs auch nach der Geburt mit wohlklingenden Tönen verwöhnt werden kann.

Musik bei der Schwangerschaft

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Welchen Einfluss könnte Musik in der Schwangerschaft haben?

Bislang scheint es noch nicht ganz sicher zu sein, welchen Einfluss Musik auf ein Baby haben kann, das sich noch im Mutterleib befindet. Diesen Eindruck muss man zumindest gewinnen, wenn man sich als Laie mit diesem Thema beschäftigt: Mal hört man davon, dass Musik eine beruhigende Wirkung auf ein Baby im Mutterleib habe, sich sogar positiv auf die Entwicklung des Kindes auswirke oder Babys Musikstücke, die sie vor der Geburt gehört haben, auch danach noch wiedererkennen. Dann hört man wieder davon, dass es im Körper der Mutter ohnehin viel zu laut sei, als dass ein Baby Musik, die von außen eindringt, gut verstehen könne.
Auch Befürchtungen, dass die Musik einem Baby im Mutterleib eher den Schlaf rauben als nützlich sein könnte, gibt es.

Da die Meinungen darüber, ob es besonders sinnvoll ist, dem Baby schon während der Schwangerschaft Musik gezielt vorzuspielen, scheinbar soweit auseinandergehen, bleibt man als Laie etwas ratlos zurück. Jede Mama und jeder Papa sollte sich dementsprechend eine eigene Meinung bilden. Dabei erscheint es zumindest aus Laienperspektive sinnvoll, Extreme zu vermeiden: Auf der einen Seite sollte bestimmt niemand nahezu ununterbrochen seinem ungeborenen Baby Musik vorspielen und sich dabei Hoffnung machen, deshalb ein Genie auf die Welt zu bringen. Auf der anderen Seite muss die werdende Mama aber auch sicherlich nicht darauf verzichten, Musik in der Schwangerschaft zu hören und bei der Musikauswahl und -lautstärke auch an ihr Kind zu denken. Kann sich die Mutter zum Beispiel beim Hören ruhiger Musik gut entspannen, ist dies sicherlich auch für den Nachwuchs nicht nachteilig: erst recht, wenn man bedenkt, dass sich ja Stress, den eine werdende Mutter verspürt, auf das ungeborene Baby übertragen könnte, und somit zu vermeiden ist. Auch dagegen, dass Eltern ihrem Baby Musik schon während der Schwangerschaft durch das Vorsingen von Liedern näherbringen, scheint nichts zu sprechen: Dringen die Lieder tatsächlich zum Nachwuchs durch, gewöhnt sich das Kleine ja vielleicht schon ein wenig an die Stimmen seiner Eltern, was möglicherweise die Bindung stärkt.

Musik fürs Baby nach der Geburt

Wer schon einmal gesehen hat, wie begeistert ein Baby ab einem gewissen Alter auf Musik mit zwar ungelenken, aber dennoch irgendwie rhythmischen Bewegungen reagieren kann, hegt keinen Zweifel daran: Babys sind musikalisch und haben Freude an Musik! Möchten auch Sie Ihrem Baby viel in Sachen Musik bieten, haben Sie ganz unterschiedliche Möglichkeiten:

Vorsingen: Was gibt es Schöneres, als wenn Mama und Papa ab und an ein Liedchen trällern und ihrem Baby so die bunte Welt der Musik näher bringen? Eltern sind hierbei gut beraten, keine unnötige Scheu an den Tag zu legen: Mama und Papa sind das Größte für den Nachwuchs, da macht es auch nichts, wenn nicht jeder Ton sitzt. Wer noch Inspirationen benötigt, kann auch mit dem Gedanken spielen, zusammen mit dem Sprössling einen entsprechenden Kurs zu besuchen: Dort lernt man ggf. nicht nur neue Lieder kennen und kann seine Scheu vor dem Singen verlieren. Mitunter kommt das Baby hier auch mit ersten „Instrumenten“ wie Rasseln und Co. in Kontakt und kann Musik so von Grund auf kennenlernen.

Lustige Kindermusik: Natürlich gibt es auch Eltern, die selbst nicht gerne allzu oft singen oder sich hierbei zumindest etwas Unterstützung durch Instrumente wünschen. Kein Problem: In diesem Fall kann man entweder selbst zu dem Instrument, das man einmal erlernt hat, greifen und für sein Baby kindgerechte Musik spielen oder sich auf Profis verlassen. Musikstücke für Babys und Kinder gibt es nämlich natürlich auch auf CDs und Co. zu kaufen: Hier können Eltern ganz nach Lust und Laune mal mitsingen und mal darauf verzichten. Eltern sollten sich dabei aber darauf einstellen, dass ihr Sprössling – insbesondere ab dem Kleinkindalter – seine Lieblingsmusik sicherlich sehr oft hören möchte: Daher sollte bei der Auswahl an Kinderliedern auch ein wenig an die eigenen Nerven gedacht und kindgerechte Musik ausgesucht werden, an der natürlich in erster Linie das Baby oder Kind Gefallen findet, mit der sich aber auch die Eltern anfreunden können. Schließlich könnten genervte Eltern die Freude des Babys an der Musik wieder zunichtemachen. Zu achten ist zudem auf eine angemessene Lautstärke, da Babys Ohren empfindlich sind.

Entspannende Musik: Und was ist, wenn Mama und Papa sich selbst einmal Ruhe wünschen? Auch hier kann Musik hilfreich sein: Ruhige Musik hilft manchem Baby, einen Gang zurückzuschalten und einzuschlafen. Vor allem, wenn die Einschlaflieder schon bekannt sind, stellt sich schnell Entspannung ein: Dem bekannten Schönen wohnt schließlich eine gewisse Harmonie inne, die ungemein beruhigen kann. Das kennen Eltern sicherlich auch von sich selbst, wenn sie alten, lieb gewonnenen Liedern lauschen, von denen sie schon lange begleitet werden.

Instrumente für Babys

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Musikunterricht für den Nachwuchs?

Eine gewisse Begeisterung für Musik scheint uns schon als Baby in die Wiege gelegt zu sein. Dies könnte eine gute Basis dafür sein, auch im späteren Leben der Musik treu zu bleiben und zum Beispiel ein Instrument zu lernen. Ein Baby kann zwar viel Spaß an Musik haben, aber sicherlich noch kein Instrument „lernen“: Es muss sich unter anderem erst grundlegende motorische Fähigkeiten, die hierzu notwendig sind, aneignen. Allzu lange warten muss der Nachwuchs danach mit dem eigenständigen Musizieren aber auch nicht mehr: Manche Instrumente – wie etwa die Blockflöte oder gar die Geige – können schon ab einem Alter von drei Jahren erlernt werden. Damit die Freude an der Musik dabei nicht auf der Strecke bleibt, sollten Eltern ihre Kinder aber niemals zum Erlernen eines Musikinstrumentes nötigen. Vielmehr gilt es, die Wünsche des Kindes zu berücksichtigen – auch bei der Wahl des Instrumentes und in Hinblick auf die Frage, wie lange das Kind später dem Musikunterricht treu bleibt. Denn sicherlich nur so wird ein Kind an die natürliche Begeisterung für Musik, die es schon als Baby empfand, anknüpfen und sich selbst frei entwickeln können.