Schwangere Frau telefoniert im Büro (©123rf.com)

Schwangere Arbeitnehmerin vor Eintritt in den Mutterschutz (©123rf.com)

Ist eine Arbeitnehmerin schwanger, dann wird die werdende Mutter für eine gewisse Zeit vor und nach der Geburt von ihrer Beschäftigung befreit. Dies geschieht unter der Fortzahlung ihres durchschnittlichen Nettolohns. In diesem Zusammenhang tritt das Mutterschutzgesetz in Kraft. Bei dieser Freistellung handelt es sich um die sogenannten Mutterschutzfristen. Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet, wenn alles seinen Gang geht, acht Wochen nach der Entbindung. In dieser Zeit darf vonseiten des Arbeitgebers keine Weiterbeschäftigung erfolgen.

Mütter mit Kind im Kinderwagen

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Es sei denn, die Arbeitnehmerin will auf ihren eigenen ausdrücklichen Wunsch hin weiter arbeiten. Wurde die Entbindung vollzogen, dann darf in der Schutzfrist, also in den acht Wochen, keiner Beschäftigung nachgegangen werden. Hier besteht ein absolutes Beschäftigungsverbot. Selbst, wenn die Arbeitnehmerin darauf besteht, darf keine Tätigkeit ausgeübt werden. Hat die Beschäftigte eine Mehrlingsgeburt oder eine Frühgeburt erlebt, dann verlängert sich die Mutterschutzfrist. Diese erhöht sich im Anschluss an die Entbindung auf zwölf Wochen.
Damit Sie im Vorfeld schon einmal einen Überblick haben, wann der Mutterschutz beginnt und wann dieser endet, können Sie sich einen Mutterschutzrechner zur Hilfe nehmen. Liegt Ihnen die Angabe des Entbindungstermins vor, dann können Sie diese Fristen ganz schnell selbst ermitteln.

Die Mutterschutzfrist lässt sich mit einem Mutterschutzrechner einfach ermitteln

Mutter klatscht mit Kind ein

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Sie haben die Nachricht erhalten, dass eine Schwangerschaft vorliegt? Die Freude ist riesig und Sie könnten vor Glück die ganze Welt umarmen. Sämtliche Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf. Babysachen kaufen, einen Kinderwagen, ein Bett und Spielsachen. Wie erzählen Sie es Ihrer Familie und Freunden? An Ihren Arbeitgeber denken Sie erst ganz am Schluss.Jedoch sollten Sie gerade diesen Punkt nicht aus den Augen verlieren. Es ist sehr wichtig, dass Ihr Vorgesetzter darüber informiert wird. Je nach Berufsbild muss bei einer Schwangerschaft auf einige Dinge genau geachtet werden. Bei diesem Thema gelten rechtliche Vorschriften, die unter anderem die Gestaltung des Arbeitsplatzes, den Urlaubsanspruch oder das Kündigungsverbot regeln. Der gesetzliche Mutterschutz tritt in diesem Fall ein und übernimmt sämtliche wichtigen Aufgaben. Die werdende Mutter und ihr Kind sollen vor Gefährdungen, Überforderungen oder finanziellen Einbußen geschützt werden. Damit Sie wissen, wann Ihre Mutterschutzfrist beginnt, können Sie einen Mutterschutzrechner zur Hilfe nehmen. Keine Angst, dafür benötigen Sie keine große Datenmenge. Schon die Eingabe des Entbindungstermins ist völlig ausreichend.
Es gibt mittlerweile Programme, die neben der Mutterschutzfrist auch die Dauer der Elternzeit ausrechnen können.

Wie könnte ein Beispiel für einen Mutterschutzrechner aussehen?


Wir nehmen mal an, dass Ihr Entbindungstermin am 29.10.2016 wäre. Dieses Datum geben Sie in den Mutterschutzrechner im Feld errechneter Geburtstermin ein. Danach klicken Sie auf die Schaltfläche berechnen. In Windeseile werden Ihnen die entsprechenden Informationen angezeigt. In unserem Beispiel würde der Mutterschutz am 17.09.2016 beginnen. Also sechs Wochen vor der Entbindung. Am 24.12.2016 demzufolge würde der Mutterschutz wieder auslaufen. Praktisch acht Wochen nach der Entbindung. Nun schauen Sie sich die Zahlen für die Elternzeit an. Diese würde gleich im Anschluss daran beginnen. Am 25.12.2016 treten Sie Ihre Elternzeit an. Möchten Sie die drei Jahre gleich hintereinander nehmen, dann beträgt die Dauer der Elternzeit bis zum 28.10.2019.

Somit haben Sie für sich einen ersten Überblick, wie der zeitliche Ablauf aussehen könnte. Das hilft Ihnen entschieden bei der entsprechenden Antragsstellung weiter. Schließlich sollten Sie diese so früh wie möglich vornehmen, damit Sie sich gerade in der heißen Phase nicht noch mit einer lästigen Bürokratie herumschlagen müssen.
Schließlich kommt nach der Geburt eine Menge organisatorische Dinge auf Sie zu.