Frau im roten Oberteil macht Yoga

Schwanger und Sport? Mutter und Kind profitieren von Yoga. © JenkoAtaman / Dollar Photo Club

Die Schwangerschaftsmonate sind eine aufregende Zeit für jede Frau. In nur wenigen Monaten verändert sich das gesamte Leben eines Paares. Bedingt durch Hormone und das heranwachsende Kind verändert sich auch der Körper der werdenden Mutter. Viele Frauen strahlen während der Schwangerschaft eine intensive Schönheit aus. Wir verraten, wie Sie diese Schönheit pflegen und bewahren können.

Hormone verändern das Hautbild – leider nicht immer zum Positiven

Sobald die hormonelle Umstellung beginnt und lange, bevor der Bauch anfängt zu wachsen, stellt sich der Körper auf die folgenden Monate der Schwangerschaft ein. Der Stoffwechsel wird angeregt, die Durchblutung der Haut verbessert sich. Eine Folge davon ist ein rosiger, gesunder Teint. Viele Frauen, die mit Hautunreinheiten kämpfen, sind diese während der Schwangerschaft los. Auch trockene oder fettige Haut reguliert sich oft und benötigt weniger Pflege in der Schwangerschaft. Pickel verschwinden und auch Falten wirken glatter durch eingelagertes Wasser. Doch nicht alle haben das Glück, von den Schwangerschaftshormonen derart zu profitieren. Bei einigen führt der erhöhte Östrogenspiegel auch zu Rötungen und Mitessern. Gerüchte besagen, dass man von der Haut der Mutter auf das Geschlecht des Kindes schließen kann. Die Weisheit „Jungs machen Mütter schön, Mädchen rauben ihnen die Schönheit“ lässt sich jedoch nicht wissenschaftlich belegen.

Selbstgemachte Peelings zur Hautpflege beleben und straffen

Unreine Haut in der Schwangerschaft ist vor allem ein hormonelles Problem. Daher können die Symptome zwar bekämpft, die Ursachen aber nicht ausgeschaltet werden. Doch betroffene Frauen können aufatmen: Nach der Schwangerschaft regeneriert sich der Hormonhaushalt wieder und damit auch die unreine Haut. Schwangerschaft und Stillzeit können jedoch schon eine ganze Weile vergangen sein, bis die Haut wieder wie vor der Schwangerschaft wird. Ist die Haut angegriffen, können Pflegeprodukte helfen, das Hautbild zu verbessern. Ein sanftes Peeling steigert die Durchblutung der Haut und hilft, Unreinheiten zu entfernen. Schnell lässt sich ein einfaches Peeling übrigens selbst herstellen. Diese Zutaten machen Ihre Haut streichelzart – auch nach der Schwangerschaft:

Pflegeprodukte auf einem Tisch

Selbstgemachtes Peeling für schöne Haut © Ekaterina Garyuk / Dollar Photo Club

• Zucker
• grobes Salz
• Mandelkleie
• Kaffeepulver (frisch aufgebrüht)
• Olivenöl
• Mandelöl
• Honig
• Joghurt
• Quark
• Papaya
• Banane

Mit Olivenöl, Zucker und einer Prise grobem Salz ist das Peeling in wenigen Sekunden angerührt. Auch die Mischung aus Quark, Honig und Zucker sind eine Wohltat für beanspruchte Haut. Der Zucker entfernt durch Reibung abgestorbene Hautpartikel, der Quark gibt Feuchtigkeit und der Honig hilft, die Haut zu beruhigen und zu klären. Für straffe Haut sorgt ein Peeling aus Kaffeepulver und Mandel- oder Körperöl. Das Koffein belebt und strafft. Eine fruchtige Alternative für trockene Haut ist ein Peeling aus dem Fruchtfleisch einer Papaya, einer zerdrückten Banane und Honig. Auf die rubbelnde Komponente sollte bei trockener Haut verzichtet werden, stattdessen kommt zum Klären und Beruhigen erneut Honig zum Einsatz. Papayas und andere exotische Früchte enthalten ein Enzym, das der Haut zugutekommt. Das Fruchtpeeling sollte nach dem Auftragen ein paar Minuten auf der Haut bleiben, um einwirken zu können. Anschließend gründlich mit warmem Wasser abspülen. Vorteile des selbstgemachten Peelings: Sie sind garantiert frei von schädigenden Stoffen und daher auch in der Schwangerschaft unbedenklich.

Schwerelosigkeit genießen – Wasser ist das ideale Element für schwangere Frauen

Doch nicht nur das Gesicht bedarf einer besonderen Pflege. Durch das zunehmende Gewicht in der Schwangerschaft wird die Haut am ganzen Körper stark beansprucht. Viele Frauen klagen über Juckreiz in der Schwangerschaft. Juckreiz ist vor allem am wachsenden Bauch ein Problem vieler Frauen. Hier helfen beispielsweise Vollbäder mit einem schönen Schaumbad. Auch der Badezusatz kann selbst gemacht werden. Ein Schuss Öl und ein Becher Sahne im Badewasser sorgen für zarte, weiche Haut. Zudem entspannt ein heißes Bad, lockert die beanspruchten Muskeln und hilft abzuschalten. Doch auch kaltes Wasser kann positive Effekte haben: Ein Besuch im Schwimmbad wirkt Wassereinlagerungen entgegen, ist gut für den Körper und hält fit. Schwimmen in der Schwangerschaft gilt neben Yoga und Pilates als klassischer Sport für Schwangere. Im Wasser fühlen sich Schwangere schwerelos und von einer lange nicht mehr dagewesenen Leichtigkeit erfüllt. Vor allem in der fortgeschrittenen Schwangerschaft, wenn die Frau schon merklich zugenommen hat, ist der Besuch im Schwimmbad angenehm. Außerdem hilft das Wasser, Wassereinlagerungen zu minimieren, es senkt den Blutdruck und wirkt ähnlich wie eine Lymphdrainage.

Hautpflege: Dem Bauch gebührt besondere Aufmerksamkeit

Creme-Smilie auf dem Bauch einer Schwangeren

Eincremen hilft, Dehnungsstreifen zu vermeiden © JenkoAtaman / Dollar Photo Club

Besonderen Pflegebedarf hat die Haut am Bauch. Wird dieser immer runder, kommt es bei vielen Frauen zu sogenannten Schwangerschaftsstreifen. Diese Dehnungsstreifen können auch an den Brüsten, dem Po und den Oberschenkeln auftreten und sind vor allem erblich bedingt. Da das Gewicht in der Schwangerschaft schnell ansteigt, muss die Haut besonders viel aushalten. Oft treffen Schwangerschaftsstreifen besonders junge Mütter, außerdem Frauen, deren Schwangerschaft übertragen wird. Aufgrund der genetischen Veranlagung ist es nicht möglich, Schwangerschaftsstreifen zu vermeiden. Es gibt aber Möglichkeiten, sie zu minimieren und die Intensität zu reduzieren. Das regelmäßige Einölen des Bauchs macht die Haut weich und geschmeidig. Außerdem wird Juckreiz am Bauch dadurch reduziert. Besonders effektiv ist es, die Haut am Bauch sanft mit Daumen und Zeigefinger zu zupfen. Das regt die Durchblutung an und macht die Haut elastisch. Am besten erfolgt die Zupf-Massage im Zusammenspiel mit einem sanften Öl. Wer auf das Zupfen verzichten möchte, kann den Bauch auch einfach zweimal täglich einreiben. Auch kreisende Bewegungen mit einem Massagehandschuh empfinden viele Frauen als angenehm. Nach der Schwangerschaft unterstützen Massagen mit Öl die Rückbildung.

Kalt-warme Wechselduschen straffen das Dekolleté

Schon früh in der Schwangerschaft verändern sich die Brüste der Frau. Oft sind spannende, empfindliche Brüste das erste spürbare Anzeichen der beginnenden Schwangerschaft. Die Brüste bereiten sich während der Dauer der Schwangerschaft auf das Stillen vor. Das Gewebe verändert sich, die Brüste werden voller und straffer. Um auch hier die Haut elastisch und geschmeidig zu halten, können auch die Brüste mit Öl oder einem rauen Waschlappen massiert werden. Dabei sollten jedoch die Brustwarzen ausgelassen werden. Sie sondern selbst einen Stoff ab, der sie auf das Stillen vorbereitet. Kalt-warme Wechselduschen stärken das Bindegewebe und sorgen für ein straffes Dekolleté.

Schwanger und Sport? Aber sicher!

Dem ganzen Körper und damit auch dem heranwachsenden Baby hilft es, wenn die schwangere Frau auf sich und ihren Körper achtgibt. Dazu gehört auch die gesunde Ernährung in der Schwangerschaft. Da der Körper der Versorgung des Kindes höchste Priorität einräumt, sollten Frauen für die optimale Versorgung ihres eigenen Organismus gut und bewusst essen. Dazu gehören viele Vitamine, frische Lebensmittel sowie wenig Fastfood und Süßigkeiten. Auch Sport während der Schwangerschaft ist empfehlenswert. Wer schon vor der Schwangerschaft viel Sport getrieben hat, dem schadet es in der Regel auch während der Schwangerschaft nicht, solange auf die Bedürfnisse des Körpers geachtet wird. Doch auch in der Schwangerschaft kann mit Sport begonnen werden. Sanfte Sportarten wie Yoga entspannen nicht nur, sie können sogar die Geburt vereinfachen. Allgemein hilft moderater Sport, die Anspannungen des Alltags abzulegen und den Kopf freizubekommen. Und mit mehr körperlichem Wohlbefinden erhöht sich auch die Zufriedenheit der Schwangeren, wodurch das Kind durch die Ausschüttung von positiven Hormonen profitiert.