Pflege der Haut

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Es mag Schöneres geben als Schwangerschaftsstreifen. Dennoch sind sie ein Thema, das vor allem Frauen in der Elternzeit nicht loslässt. Dehnungsstreifen – egal, ob sie durch eine Schwangerschaft entstanden sind oder aus anderen Gründen – werden oft als optischer Makel empfunden. Bei den meisten Diskussionen über Schwangerschaftsstreifen geht es daher auch um die Frage, wie man die lästigen Bahnen auf der Haut wieder los wird. In diesem Artikel soll es allerdings nicht nur um diesen Aspekt gehen.
Angesprochen sollen sich zusätzlich sowohl die Mutigen, die zu ihren Streifen stehen möchten, als auch diejenigen fühlen, die keinen übertriebenen Handlungsbedarf angesichts ihrer Schwangerschaftsstreifen sehen, diese aber auch nicht gerade zur Schau stellen möchten. Für diejenigen, die mutig sind oder es werden wollen, werfen wir einen Blick darauf, was dafür spricht, Schwangerschaftsstreifen mit etwas mehr Akzeptanz und Gelassenheit zu begegnen und wie dies gelingen kann. Für diejenigen, die zum Verbergen tendieren, erörtern wir, ob man die Streifen zumindest auf Fotos kaschieren kann, falls man ohnehin etwas kamerascheu ist. Neugierig geworden?

Welche „Hausmittelchen“ helfen gegen Schwangerschaftsstreifen?

Hört man sich um, finden in der Regel immer wieder zwei bestimmte Strategien Erwähnung, mit denen sich Schwangerschaftsstreifen mindern oder vorbeugen lassen sollen und die im weitesten Sinne dem Bereich der Hausmittelchen zuzuordnen sind. Dies ist zum einen eine gute Hautpflege, bei welcher der Haut unter anderem viel Feuchtigkeit zugeführt wird – sprich das Eincremen oder Ölen. Zum anderen ist es das Massieren, das kombiniert mit der Hautpflege optimalerweise zu einer besseren Spannkraft der Haut führen soll.

Hinzu kommen weitere, allgemeinere Strategien – etwa Sport und eine ausgewogene Ernährung, die sicherlich für gesunde Menschen grundsätzlich empfehlenswert sind. Ob dies alles zusammen (oder teilweise auch alleine) aber zuverlässig und bei jedem zumindest zu einer Milderung der Schwangerschaftsstreifen führt, können wir an dieser Stelle natürlich nicht beurteilen. Einen Versuch scheinen die besagten Strategien aber vielleicht wert zu sein – zumindest dann, wenn man sich damit auch abseits einer Hoffnung auf „Verschönerung“ gut fühlt und aus medizinischer Perspektive nichts dagegen spricht. Betroffene holen also am besten auch den Rat ihres Arztes ein, wenn sie unter Dehnungsstreifen leiden und sich nicht sicher sind, ob in ihrem Fall Hausmittelchen wie die beschriebenen okay sind. Schließlich könnte es auch Situationen geben, in denen bestimmte Cremes nicht vertragen werden, in denen Massagen nicht empfehlenswert sind und, und, und. Ein Arzt hält zudem vielleicht weitere Tipps parat.

Die richtige Pflege

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Das Glück, dass einmal vorhandene Schwangerschaftsstreifen durch Hautpflege, Massagen, Sport und eine gute Ernährung komplett verschwinden, wird zudem wohl kaum jemand haben. Durch diese Methoden werden sicherlich in erster Linie Verbesserungen des optischen Erscheinungsbildes der Haut bezweckt. Schließlich handelt es sich bei Schwangerschaftsstreifen im Grunde um Risse der Unterhaut und diesen ist doch sehr wahrscheinlich durch einfachste Mittel eben oft nicht gut beizukommen. Bevor wir nun auf der einen Seite auf kostspielige medizinische Methoden oder auf der anderen Seite gar auf unseriöse Versprechen vermeintlicher Wundermittel eingehen würden, widmen wir uns doch lieber einmal der Frage, warum auch ein Leben mit Schwangerschaftsstreifen ein gutes Leben sein kann.

Schwangerschaftsstreifen akzeptieren? So gelingt es vielleicht auch Ihnen!

Verändert sich der eigene Körper, könnte dies Beunruhigung hervorrufen. Wer Hautveränderungen bei sich beobachtet, die an Schwangerschaftsstreifen erinnern, und auf Nummer sicher gehen möchte, dass es ihm gut geht, lässt diese einfach einmal von einem Arzt unter die Lupe nehmen. Dieser kann beurteilen, ob es sich wirklich um Schwangerschaftsstreifen handelt oder ob es einen anderen medizinischen Grund für die Hautveränderungen gibt. Hat man von seinem Arzt das positive Feedback, dass man zwar etwas gestreift, aber dennoch gesund ist, sollte man sich schlichtweg freuen! Sich alleine dieser Tatsache bewusst zu werden und etwaige Sorgen zu verlieren, kann für mehr Lebensfreude sorgen! Lässt es das eigene Selbstbewusstsein dennoch nicht zu, dass die Schwangerschaftsstreifen einem mehr oder weniger egal werden, könnten folgende Strategien helfen:
• Sehen Sie sich echte Menschen an: Jetzt mal ehrlich: Was sehen Sie, wenn Sie am Strand die Blicke schweifen lassen? Nur perfekte Models? Wohl kaum: Sie sehen zu einem Großteil ganz normale Menschen, die alle ihre kleinen Problemzonen – oft auch in Form von Schwangerschaftsstreifen – haben. Das beruhigt doch sehr: Wie in Modezeitschriften sieht kaum jemand aus – auch wenn er schlank und jung ist. Sogar Männer können übrigens Schwangerschaftsstreifen bekommen: Die Entstehung der Streifen ist schließlich nicht abhängig von der Fähigkeit, Kinder zur Welt zu bringen.

• Reden Sie über Ihr „Problemchen“: Reden Sie doch einmal mit einer guten Freundin oder Ihrem Partner über Ihr „Problem“ mit den Schwangerschaftsstreifen. Sie werden sehr wahrscheinlich feststellen, dass Ihr Gegenüber Ihren vermeintlichen Makel gar nicht so gravierend findet wie Sie selbst. Mit sich selbst ist man immer am strengsten – liebende Augen von netten Menschen sind da um einiges sanfter! Nicht selten gilt dies sogar für fremde Augen: Diese interessieren sich sicherlich ebenfalls mehr für Ihre Vorzüge, auf die auch Sie sich mehr konzentrieren sollten.

• Seien Sie stolz auf Ihre Leistung: Stammen die Dehnungsstreifen tatsächlich von einer Schwangerschaft, sind sie auch ein Zeichen für das Wunder, das Ihr Körper vollbracht hat. Mutter zu sein, darf stolz machen! Zeigt Ihre Haut auch ohne Schwangerschaft die typischen Streifen, muss auch dies kein absolutes Drama sein, sondern ist oft Resultat einer Veranlagung. Nehmen Sie doch auch dieses Erbe einfach an – schließlich macht sicherlich auch Ihre Familie mehr aus als ein schwaches Bindegewebe und Sie würden ein streifenfreies Dasein nicht gegen selbige tauschen wollen.

• Beweisen Sie Humor oder wechseln Sie die Perspektive: Vielleicht fällt es Ihnen auch leichter, mit Schwangerschaftsstreifen umzugehen, wenn Sie sich selbst nicht so ernst nehmen: Kommt die Thematik auf den Tisch, könnten Sie zum Beispiel mit Witzchen reagieren und sich somit möglicherweise selbst aufheitern. Oder aber Sie sehen die Schwangerschaftsstreifen als eine besondere Form der Lebenslinien an – bei Falten ist dieser Perspektivwechsel bereits sehr geläufig.

Pflege des Bauches

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Schwangerschaftsstreifen – eine fotografische Problemzone?

Die Streifen nach einer Schwangerschaft können an vielen Körperpartien auftauchen – auch an solchen, die sich vielleicht nicht immer von Kleidung bedecken lassen, etwa an den Oberarmen, in den Kniekehlen oder an den Oberschenkeln. Letztere sind zumindest im Sommer vor allem im Bikini oder Badeanzug doch gut sichtbar. Sich mit den eigenen Schwangerschaftsstreifen anzufreunden, ist das eine und sicherlich gesund. Dennoch steht vielleicht nicht jeder darauf, wenn seine Streifen auf einem Foto überdeutlich zu sehen sind.
Wer seine Schwangerschaftsstreifen also fotografisch nicht über Gebühr betonen möchte, könnte darauf achten, dass das Licht möglichst sanft ist und somit quasi als natürlicher Weichzeichner fungiert. Vor allem professionelle Fotografen kennen hier sicherlich den einen oder anderen Trick, der übrigens auch Cellulitis weniger dramatisch aussehen lassen könnte. Oder man nimmt einfach eine Pose ein, in der zum Beispiel Streifen am Oberarm nicht zu sehen sind. Weiterreichende Strategien sind natürlich das schlichte Bedecken der „Problemzonen“ – etwa mit einem hübschen Tuch, das man sich um die Hüften bindet, wenn Strandfotos im Bikini anstehen – oder aber das Retuschieren der fertigen Aufnahme mit Bildbearbeitungsprogrammen. Aber müssen wir wirklich so weit gehen und jetzt auch noch wie bei Aufnahmen von Models ganz tief in die technische Trickkiste greifen? Und was sind Fotos, die eigentlich gar nicht mehr einen selbst zeigen, wirklich wert?
Diese Fragen muss wohl jeder für sich selbst beantworten. Vielleicht macht ja ein Trend, der im Internet zu beobachten ist, mehr Mut zum unbeschwerteren Umgang mit dem eigenen Körper: Mittlerweile kursieren im Netz viele Fotos von stolzen Müttern, die sehr bewusst zu ihren Schwangerschaftsstreifen und auch sonstigen Merkmalen stehen, die klassischerweise als kleine Schönheitsfehler tituliert werden. Auch wenn man sich selbst nicht so freizügig präsentieren möchte: Zumindest ein wenig mehr Gelassenheit in dieser Sache scheint tatsächlich angesagt und vor allem befreiend zu sein!