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Kind mit verschränkten Armen und trotzigem Blick

In einem Alter von zwei Jahren hat ein Kind bereits unglaublich viel gelernt. Es ist erst durch das Krabbeln, dann durch das Laufen mobil geworden, spricht immer besser und kann sich so seiner Umwelt schon recht gut mitteilen. Es hat eine Vorstellung davon bekommen, dass es ein Individuum ist. Im Alter von ungefähr zwei Jahren ist dann auch die Zeit gekommen, in der ein Kind quasi die logischen Konsequenzen aus seinen bisher erreichten Fähigkeiten und Erkenntnissen zieht: Es entwickelt einen eigenen Willen und möchte diesen auch behaupten. Da ein zweijähriges Kind aber natürlich noch nicht in der Lage ist, allein über sein Leben zu bestimmen, kommt zu diesem Zeitpunkt auch noch etwas anderes ins Spiel: der Trotz! Er entsteht als Gegenreaktion wenn seine Eltern oder andere Personen sich seinen Ideen, Wünschen und Vorstellungen entgegenstellen. Da das trotzige Verhalten zur Entwicklung eines Kindes gehört, irgendwann aber auch wieder spürbar zurückgeht, spricht man oft auch von einer Trotzphase.

Ist mein Kind schon in der Trotzphase?

Kind am Frühstückstisch mit wütendem Blick

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Ob Ihr Kind schon in der Trotzphase ist, erkennen Sie sicherlich schneller als Ihnen lieb ist. Kommen Ihnen etwa Situationen wie die folgenden bekannt vor? Der kleine Paul findet, es sei eine tolle Idee, zum Kinderturnen sein Lieblingsspielzeug mitzunehmen. Seine Mutter befürchtet hierbei nur ein Verletzungsrisiko und schon startet in der Umkleidekabine das Gezeter und Geheule. Ein anderes – sehr klassisches – Beispiel: Die kleine Frieda findet es absolut unsinnig, in den Supermarkt zu gehen, ohne Unmengen Süßwaren in den Einkaufskorb legen zu dürfen oder besser noch – sofort an Ort und Stelle zu verputzen. Sie schmeißt sich auf den Boden, schreit und strampelt, um ihren Willen durchzusetzen. Herzlich willkommen in der Trotzphase!

Das größte Problem für Eltern, die bemerken, dass ihr Kind mitten in der Trotzphase steckt, ist die Frage, wie sie sich verhalten sollen. Zum einen ist es unmöglich, dem Kind immer den eigenen Willen zu lassen – das Kind muss mitunter vor sich selbst geschützt werden, ganz zu schweigen davon, dass es früher oder später gesellschaftliche Normen erlernen und akzeptieren muss, um im Leben zurechtzukommen. Zum anderen möchte man mitunter lieber nachgeben, um in der Öffentlichkeit nicht allzu viel Aufmerksamkeit zu erregen und nicht ständig als Spielverderber dazustehen. Dabei ist auch zu beachten, dass die Trotzphase des eigenen Kindes auch in einem selbst etwas bewirken kann. Mitunter steigt Ungeduld oder sogar Wut auf die Situation hoch: Beides muss gebändigt werden. Die Trotzphase ist also eine wirkliche Herausforderung für Eltern. Wie sich Eskalationen vermeiden lassen und wann endlich ein Ende der Trotzphase in Sicht sein könnte, erfahren Sie jetzt.

 

Eskalationen in der Trotzphase vermeiden

Was Eltern benötigen, wenn die Trotzphase ihres Kindes langsam aber sicher beginnt, sind vor allem zwei Dinge: sehr viel Ruhe und eine Engelsgeduld. Klar – auch Erwachsene sind keine Maschinen, die diese beiden gewünschten Fähigkeiten auf Knopfdruck an den Tag legen können. Es fällt ihnen aber sehr viel leichter als einem Kind, das noch nicht gelernt hat, dass sein Wille für andere kein allgemeingültiges Gesetz ist. Die Eltern sind in der Trotzphase also im Idealfall ein ruhender Pol, wobei sie mitunter auch versuchen, bekannten Trotz auslösenden Situationen aus dem Wege zu gehen. Hilft Letzteres nicht, ist also die Fähigkeit als ruhender Pol besonders gefragt: Bei einem ganz konkreten Trotzanfall könnte dies zum Beispiel bedeuten, dass Eltern nicht mit ihren Kindern schimpfen, um nicht eine noch viel mächtigere Trotz- und Wutspirale auszulösen. Reagieren sie ruhig und warten sie ab, bleibt dem Kind viel mehr Raum, mit den ganzen Gefühlen, die während eines Trotzanfalls auf es einprasseln, klarzukommen und sich wieder zu beruhigen. Ist dies gelungen, können Eltern ihr Kind auch ruhig trösten und in den Arm nehmen. Das ganze Gefühlschaos in der Trotzphase ist schließlich auch für das Kind anstrengend und nicht absichtlich herbeigeführt. Mitunter hilft es auch, die gewünschte Beruhigung zu erreichen, indem das Kind aus der aufgeladenen Atmosphäre herausgenommen wird – etwa weg vom Süßigkeitenregal im Supermarkt hin zu einer Bank vor dem Supermarkt, wo es sich viel leichter wieder entspannen kann.

Dass ein Trotzanfall auf keinen Fall so weit eskalieren darf, dass die Involvierten in einen buchstäblich handfesten Konflikt geraten, ist verantwortungsbewussten Eltern selbstverständlich klar. Leider gilt dasselbe aber nicht für jedes Kind, das sich in der Trotzphase befindet: Neben Schreien und Weinen neigt manches Kind im Eifer des Gefechtes auch zum Hauen oder Treten, um hiermit seiner Wut Luft zu machen. Hier sind Eltern besonders gefordert: Sie sollten dieses Verhalten unterbinden. Aber wie? Hier scheint es sinnvoll, in einem ersten Schritt ruhig und sanft die Ausübung der „Tat“ zu vereiteln und dann später mit dem Kind, das sich wieder beruhigt hat und nun wieder aufnahmefähig ist, darüber zu reden, warum Treten, Hauen und Co. tabu sind. Sicherlich wird es bald verstehen, dass seine Handlungen anderen Menschen Schmerzen zufügen und sich dies auf keinen Fall gehört.

Lachende Kinder

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Ist ein Ende der Trotzphase in Sicht?

Eine quälende Frage im Zusammenhang mit der Trotzphase, die sich Eltern oft stellen, ist, wann selbige endlich endet. Genau, wie man nicht die Uhr danach stellen kann, wann die Trotzphase beginnt, gibt es für sie natürlich auch kein allgemeingültig festgeschriebenes Ende. Jedes Kind entwickelt sich schließlich individuell! Als grobe Orientierung ließe sich lediglich sagen, dass ein Ende der Trotzphase in etwa mit dem vierten Lebensjahr in Sicht kommen könnte. Doch freuen Sie sich nicht zu früh: Auch die weiteren Entwicklungsphasen Ihres Kindes werden immer wieder neue Herausforderungen für Sie parat halten. Sehr direkt nach der Trotzphase folgt zum Beispiel oft eine Phase, in der Kinder beginnen, viele und immer komplexere Fragen zu stellen. Auch in dieser Phase kann es noch zu dem einen oder anderen Trotzanfall kommen. Und dann ist da ja auch noch die Pubertät, in der es richtig wild zugehen kann – aber dies ist nun wirklich ein ganz anderes Thema. Denken Sie daran: Auch Ihre Kindheit und Jugend war sicherlich bunt und auch Sie haben die Geduld Ihrer Eltern bestimmt ab und an auf die Probe gestellt. So ist nun einmal das Leben! Genießen Sie es, auch wenn es mal etwas schwieriger zugeht, und verlieren Sie auf keinen Fall Ihren Humor und Ihre Ruhe.

Zwei Baby krabbeln gemeinsam

Da bleibt Mama fast die Sprache weg: Gerade war das neue Familienmitglied noch so winzig und kein bisschen mobil – und plötzlich fängt es an zu krabbeln und ist ganz wild darauf, die Welt zu erobern! Wie wir alle wissen, besteht genau diese Welt aber nicht nur aus dem eigenen Zuhause, Mama, Papa und ein paar anderen Verwandten und Freunden, sondern auch aus vielen bisher unbekannten Orten und Personen. Damit, diese zumindest teilweise kennenzulernen, kann man ein ganzes Leben verbringen. Den ersten kleinen Schritt erleichtern Sie Ihrem Kind aber, indem Sie gemeinsam mit ihm eine Krabbelgruppe besuchen. Erfahren Sie im Folgenden, was Ihr Kind in einer Krabbelgruppe alles erleben kann, und warum ein Besuch einer Krabbelgruppe auch für Sie als Mutter oder Vater eine echte Bereicherung sein kann.

Die Vorteile einer Krabbelgruppe für Ihr Kind

In den Kindergarten geht es oft erst mit drei Jahren. Doch möchten Sie wirklich, dass Ihr Kind zuvor kaum bzw. nur zufällig soziale Kontakte außerhalb der Familie knüpfen kann? Wohl kaum! Und schon haben wir den ersten Vorteil einer Krabbelgruppe herausgearbeitet: Ihr Besuch ist schon im Babyalter möglich, sodass Ihr Kind gleichermaßen gezielt und früh erfährt, dass es auch andere Kinder gibt, mit denen Interaktionen natürlich besonders viel Spaß bereiten können. Und wer weiß: Da Sie mit Sicherheit eine Krabbelgruppe besuchen werden, die nicht allzu weit entfernt von Ihrem Wohnort veranstaltet wird, lernt Ihr Kind hier vielleicht auch schon die Kinder kennen, auf die es später im Kindergarten und in der Schule treffen wird. Besser können lebenslange Freundschaften gar nicht beginnen!

Vier Babys spielen zusammen

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Selbstverständlich kann ein Baby, das eine Krabbelgruppe in einem recht jungen Alter besucht, noch nicht mit anderen Kindern gezielt sprechen: Andere Babys sind aber ohne Frage interessant, wenn Ihr Kind langsam beginnt, seine Welt zu entdecken, und durch das Beäugen der anderen könnte Ihr Kind viel lernen. Es schaut sich vielleicht ab, was andere Babys mit Spielzeug machen, oder wird noch mehr zum Krabbeln oder gar Laufen angeregt, da es in der Nähe der Anderen sein möchte. Zudem könnte es in der Krabbelgruppe ein Programm geben, das die Fähigkeiten Ihres Kindes auch ganz gezielt schult: Das gemeinsame Singen von Liedern und spezifische Spiele könnten etwa eine gute Förderung der sprachlichen bzw. motorischen Fähigkeiten sein.

Natürlich besuchen Sie mit Ihrem Kind, da dieses noch sehr jung ist, gemeinsam die Krabbelgruppe. Dies ist selbstredend auch sehr vorteilhaft – zum einen für Ihr Kind, da es sich so geborgen fühlt, aber dennoch in einem geschützten Raum zu neuen Ufern aufbrechen kann, zum anderen aber natürlich auch für Sie. Warum Letzteres zutrifft, erfahren Sie im Folgenden.

Die Vorteile einer Krabbelgruppe für Eltern

Zu Recht geht es nach einer Geburt erst einmal sehr häuslich in einer Familie zu: Mama muss sich erst noch ein wenig von der Geburt erholen, das Leben mit dem neuen Familienmitglied muss sich einspielen und ein Neugeborenes benötigt natürlich viel Schlaf. Nach den ersten Monaten wird aber nicht nur das Baby immer mobiler, auch die Eltern möchten oft wieder intensiver am „normalen“ Leben teilnehmen. Zwar ist der Besuch einer Krabbelgruppe natürlich auch etwas, das sehr direkt mit dem Nachwuchs zu tun hat, er bietet für Eltern aber auch die Gelegenheit, gleichgesinnte Erwachsene zu treffen. So hilft der Besuch in der Krabbelgruppe sicherlich auch Ihnen, sich mit anderen Eltern über Babythemen auszutauschen und endlich einmal wieder aus den eigenen vier Wänden herauszukommen. Im Idealfall entstehen so nicht nur für die Babys, sondern auch für Sie als Eltern neue Freundschaften.

Hinzu kommt, dass Eltern auch abseits des Informationsaustausches etwas in einer Krabbelgruppe lernen könnten. Vielleicht sammeln Sie hier ja zum ersten Mal die Erfahrung, dass Sie in einem geschützten Raum nicht jeden Krabbelversuch Ihres kleinen Lieblings unterstützen müssen, sondern Ihrem Nachwuchs auch ein wenig Raum zum eigenen Ausprobieren lassen können. Werden in der Krabbelgruppe Lieder gesungen und Spiele gespielt, könnte dies zudem eine wertvolle Anregung sein, wie Eltern sich mit ihrem Nachwuchs altersgerecht beschäftigen. Diese Erfahrungen lassen sich dann auch auf die Zeit, welche Sie und Ihr Kind gemeinsam zu Hause verbringen, übertragen.

Die richtige Krabbelgruppe finden

Vier junge Mütter mit ihren Babys

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Eine Krabbelgruppe zu finden, ist nicht schwer: Auch in der Nähe zu Ihrem Wohnort wird es sicherlich einige Angebote von öffentlichen Einrichtungen geben. Achten Sie darauf, dass die Altersstruktur der Gruppe zu Ihrem Kind passt, und informieren Sie sich darüber, ob Sie einfach einmal zur Probe an einem Treffen teilnehmen können. So erkennen Sie schnell, ob Sie etwas mit den anderen Teilnehmern und den Aktivitäten in der Krabbelgruppe anfangen können – Sie und Ihr Kind sollen sich schließlich rundum wohlfühlen. Natürlich haben Sie aber auch die Möglichkeit, einfach in Eigenregie Treffen mit frischgebackenen anderen Eltern und deren Babys zu organisieren. Möglicherweise sind gerade mehrere Personen aus Ihrem Freundeskreis Eltern geworden oder Sie haben im Zuge Ihrer Schwangerschaft neue Kontakte geknüpft, die Sie jetzt aufrechterhalten möchten. Hören Sie sich doch einfach einmal um, wer in Ihrem Umfeld noch Interesse an der Etablierung regelmäßiger Treffen im Zuge einer Krabbelgruppe haben könnte. So oder so: Der Besuch einer Krabbelgruppe kann sowohl für Ihr Baby als auch für Sie eine wunderbare Erfahrung sein! Gehen Sie es an und lassen Sie Ihr Kind wohlbehütet die ersten Fortbewegungsversuche in eine neue Welt starten – wir wünschen Ihnen und Ihrem Kind viel Spaß dabei!

Lachendes krabbelndes Baby in Windeln

Schon die Schwangerschaft ist eine spannende Zeit. Noch faszinierender wird es für Eltern allerdings dann, wenn der Nachwuchs endlich das Licht der Welt erblickt hat und nahezu von Woche zu Woche neue Fähigkeiten erlernt. Meilensteine der Babyentwicklung sind natürlich die ersten Krabbelversuche, Worte und Schritte. Doch wann ist es eigentlich so weit? In diesem Artikel erfahren Sie, ab wann Babys in etwa ihre ersten Krabbel- und Laufversuche starten und erste verständliche Wörter äußern. Werfen wir aber doch zunächst zumindest einen flüchtigen Blick darauf, welche schönen Schritte der Babyentwicklung Sie schon vorab beobachten können!

Zeit nach der Scwangerschaft

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Babyentwicklung vor dem ersten Krabbeln, Sprechen und Laufen

Als Baby wird ein Kind in der Regel bis zu einem Alter von 12 Monaten bezeichnet. Die Entwicklung, welche ein Kind in dieser Zeit durchläuft, ist enorm und beschränkt sich nicht nur auf die ersten Krabbel-, Sprech- und Laufversuche. Eine erste richtig große Etappe bei der Babyentwicklung werden Eltern beispielsweise in etwa im zweiten, dritten Lebensmonat ihres Kindes erleben: Zu dieser Zeit könnten Babys schon den Kopf heben, wenn sie auf dem Rücken oder Bauch liegen. Schon im dritten, vierten Monat könnten Babys zudem mit dem recht gezielten Greifen beginnen, das über den angeborenen Reflex hinaus geht und für Eltern besonders faszinierend ist. Ebenfalls ein wahres Highlight in der Babyentwicklung ist das Durchbrechen der ersten Zähne, was allerdings auch eine durchaus unruhige Zeit sein kann, da manche Babys hierbei Schmerzen empfinden und somit vom Schlafen abgehalten und zum Schreien neigen. Stellen Sie sich als frischgebackene Eltern also darauf ein, dass es in etwa im sechsten, siebten Lebensmonat Ihres Kindes im Zuge des Zahnens etwas turbulenter zugehen könnte. Obwohl dies selbstverständlich noch nicht alle wichtigen Entwicklungsschritte waren, die sich schon sehr früh beobachten lassen, nun aber zu der Frage, wann das erste Krabbeln, die ersten Worte und die ersten Laufversuche in etwa zu erwarten sind.

Babyentwicklung: Das erste Krabbeln

Mobilität ist für uns alle wichtig – und wir alle mussten als Baby lernen, uns fortzubewegen. Das Krabbeln an sich nehmen wir gemeinhin als die erste wichtige Vorstufe des Laufens wahr. Bei dieser Sichtweise werden allerdings andere wichtige Etappen der Babyentwicklung übersehen, die selbst erst das Krabbeln möglich machen – so etwa das selbstständige Drehen, Sitzen und das Abstützen auf den kleinen Händchen. Aber bleiben wir beim Krabbeln, das so etwas Besonderes für uns ist, da es ein sehr auffälliger Schritt bei der Babyentwicklung ist: Mit einem halben Jahr bis zu einem Alter von acht, neun Monaten könnte es mit dem Krabbeln mitunter losgehen. Mit zehn bis 12 Monaten könnten manche Babys diese Art der Fortbewegung mitunter schon perfektioniert haben und dabei ggf. auch in einem überraschend hohen Tempo krabbeln. Also Vorsicht: Sichern Sie Ihre Wohnung gut, damit Ihrem kleinen Schatz beim Krabbeln nichts zustößt! Und seien Sie darauf gefasst, dass ein perfekter Krabbler auch bald auf zu neuen Ufern starten und das Laufen lernen möchte. Mehr zu dieser ebenfalls sehr auffälligen Etappe der Babyentwicklung, die natürlich gleichfalls einen guten Schutz vor Risiken in Wohnung etc. erfordert, erfahren Sie weiter unten.

Babyentwicklung: Die ersten Worte

Geräusche macht ein Baby von Geburt an. Und obwohl es nicht von Geburt an mit uns im klassischen Sinne spricht, kann es über seine Stimme kommunizieren und zum Beispiel anzeigen, dass es ein Bedürfnis – sei es Hunger und Durst, der Wunsch nach einer frischen Windel oder einfach nur nach Kontakt zu seinen Eltern – verspürt. Eltern können es allerdings häufig gar nicht erwarten, bis sich unter die teils undefinierbaren Laute die ersten richtigen Wörter mischen. Sprache ist für uns Menschen einfach ungemein wichtig, intensiviert sie Beziehungen im Idealfall doch noch zusätzlich und gibt uns im wahrsten Sinne des Wortes die Möglichkeit, mitzureden und so auch unseren Charakter darzustellen. Bereits im sechsten Lebensmonat eines Babys oder sogar schon deutlich zuvor könnten Sie bemerken, dass Ihr Kind seine Laute immer mehr an das anpasst, was seine jeweilige Muttersprache ausmacht. Vielleicht entschlüpft dem Babymündchen schon mit vier bis sechs Monaten zufällig das erste undeutliche „Mama“, möglicherweise aber auch erst später. Zunächst übt ein Baby und verbindet noch nicht unbedingt mit den dabei zufällig entstehenden Wörtern konkrete Inhalte. Bis genau dieser Schritt der Babyentwicklung gekommen ist, dauert es aber auch nicht mehr lange: Etwa im elften oder 12. Lebensmonat könnte dies durchaus beginnen. Die Sprachentwicklung ist allerdings ein Entwicklungsschritt, der nicht nur die ersten 12 Monate betrifft und somit nicht nur mit der Babyentwicklung in Zusammenhang zu bringen ist. Kinder lernen auch danach noch sehr viel in Sachen Sprache: Mit drei Jahren sind sie dann häufig schon richtig gute kleine Gesprächspartner.

Babyentwicklung: Die ersten Schritte

Die ersten Schritte sind bei der Babyentwicklung ein großer Einschnitt: Man könnte auch sagen, dass Kinder nun langsam dem Babyalter davon laufen. Und natürlich ist es für Eltern absolut ergreifend zu sehen, wie sich der kleine Racker an Möbeln hochzieht, das Stehen übt und vielleicht mit Hilfe von Mama und Papa auch schon die ersten Schritte auf wackligen Beinchen unternimmt. Doch wann ist in etwa mit den ersten richtigen Schritten zu rechnen? Ab etwa zehn bis 12 Monaten könnten manche Babys bereits ihre Versuche starten, erste Schritte zu vollführen – vielleicht aber auch schon etwas früher oder aber erst deutlich später. Genau vorhersagen kann man dies – wie die schon anderen benannten und die vielen weiteren Etappen der Babyentwicklung – nicht: Manche Babys starten einfach früher, andere später in das Leben auf zwei Füßen.

Mit dem Baby zum Arzt

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Babyentwicklung im Auge behalten

Eigentlich ist es unglaublich, welch eine große Entwicklung Babys alleine schon in den ersten 12 Lebensmonaten durchmachen. Vor diesem Hintergrund sollte es auch verständlich sein, dass jedes Baby sein eigenes Tempo finden muss und manche Dinge schneller erlernt als andere. Auch die oben angegebenen Zeitpunkte, zu denen Babys mitunter erste Krabbel-, Sprech- und Laufversuche machen, sind nur als grobe Werte zu verstehen und basieren nicht auf konkreten medizinischen Erkenntnissen (in Bezug auf Letztere wäre der Kinderarzt der richtige Ansprechpartner). Eltern sollten also auf der einen Seite nicht den Timer stellen und erwarten, dass ihr Kind bis zu einem bestimmten und vielleicht sogar noch recht geringen Alter ganz konkrete Schritte der Babyentwicklung auf jeden Fall schon hinter sich gebracht haben muss. Auf der anderen Seite sollten Eltern die Babyentwicklung allerdings natürlich auch nicht aus den Augen verlieren. Aufmerksamkeit gegenüber dem Nachwuchs ist schließlich ein absolutes Muss. Fällt dabei auf, dass einzelne Entwicklungsschritte – zum Beispiel auch im Vergleich zu anderen Gleichaltrigen – auf sich warten lassen oder es andere Auffälligkeiten gibt, ist nicht sofort Panik angezeigt, sondern schlicht und einfach das Nachfragen beim Kinderarzt. Dieses sollte dann aber auch auf jeden Fall erfolgen: Der Arzt kann abklären, ob ein Baby sich altersgerecht entwickelt. Vergessen Sie zudem nicht, dass Sie die Babyentwicklung auf vielfältige Art und Weise fördern können – geht es zum Beispiel um das Erlernen des Sprechens, sind Sie selbst eines der bedeutendsten Vorbilder für Ihr Kind: Sprechen Sie viel und deutlich mit ihm, kann Ihr Kind umso mehr lernen.

Vater und Sohn blättern gemeinsam in einem Buch

Haben Ihre Eltern Ihnen als Kind auch des Öfteren eine Gute-Nacht-Geschichte oder andere Geschichten vorgelesen? Falls ja, erinnern Sie sich sicherlich daran, wie wohl Sie sich in diesen Situationen gefühlt haben: Eine nahestehende Person hat sich für Sie Zeit genommen, Sie haben vielleicht gemeinsam gelacht, sich geborgen gefühlt und ganz nebenbei auch einiges gelernt. Ohne Frage ist es ein wunderschönes Ritual, seinen Kindern vor dem Einschlafen eine Gute-Nacht-Geschichte vorzulesen. Der Tag nimmt – mag er auch noch so aufregend gewesen sein – mit einer Gute-Nacht-Geschichte einfach ein schönes, beruhigendes Ende. Falls auch Sie Ihren Kindern regelmäßig eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen möchten, haben wir im Folgenden ein paar Tipps und Informationen für Sie – angefangen bei der Frage, welche Pluspunkte das Vorlesen im Allgemeinen aufweisen könnte, bis hin zu Tipps, wie Sie passende Literatur finden und selbst kreativ werden könnten.

Vorlesen fördert Ihre Kinder

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Die Pluspunkte des Vorlesens

Wer seinen Kindern altersgerechte Geschichten vorliest, sorgt nicht nur für Spaß und Unterhaltung. Es ist auch denkbar, dass das Vorlesen zahlreiche weitere Vorteile aufweist. Dazu gehört im Idealfall unter anderem auch, dass das Vorlesen die Entwicklung von Kindern fördert: Wenn Sie Ihren Kindern regelmäßig eine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, könnte dies neugierig machen und zum eigenständigen Lesen, das eine Basis für erfolgreiches Lernen ist, anregen. Das Vorlesen könnte möglicherweise auch den Wortschatz Ihrer Kinder erweitern, vielleicht auch die Konzentrationsfähigkeit schulen. Und natürlich lernt ihr Nachwuchs aus guten Geschichten ggf. auch abseits sprachlicher und leistungsbezogener Fähigkeiten viel – sei es in den Bereichen Sozialkompetenz oder Selbstbewusstsein, sei es die Fähigkeit, mit Ängsten umzugehen oder Empathie zu entwickeln, oder etwas anderes Positives.

Wie eingangs schon angedeutet, wird der Lerneffekt aber auch von etwas begleitet, das mindestens genauso wichtig ist: Das Vorlesen weist das Potenzial auf, für eine gute Beziehung zwischen Kind und Eltern zu sorgen, es bietet Gelegenheit, dass Kinder und Eltern sich mehr miteinander austauschen, und sorgt einfach für eine angenehme Atmosphäre. Letzteres ist vor allem abends, wenn die Gute-Nacht-Geschichte relevant wird, besonders willkommen: Während Sie vorlesen, kann Ihr Kind sicherlich gut zur Ruhe kommen. Wird das Vorlesen zu einem Ritual, das auf das Schlafen vorbereitet, fällt das Zubettgehen gewiss mit der Zeit leichter, was sowohl für Kinder als auch für ihre Eltern angenehm ist und für mehr Harmonie in der Familie sorgen könnte.

Welche Gute-Nacht-Geschichte vorlesen?

Bei der Auswahl der Geschichten, die Sie Ihrem Nachwuchs vorlesen möchten, müssen Sie natürlich sehr sorgfältig vorgehen. Außerordentlich wichtig ist es hierbei, dass jede Gute-Nacht-Geschichte zum Alter Ihres Kindes passt. Sind Sie diesbezüglich unsicher, hilft Ihnen der Buchhandel in aller Regel weiter: Nicht nur, dass hier die Literatur für Kinder häufig nach unterschiedlichen Altersgruppen sortiert ist, auch Buchhändler können beratend tätig werden und Sie bei der Auswahl der passenden Literatur fachkundig unterstützen. Bedenken Sie bei Ihrer Auswahl auch, dass es sehr praktisch sein könnte, wenn Sie ein Buch wählen, in dem viele einzelne kleine Geschichten zu finden sind. So können Sie jeden Abend eine abgeschlossene kleine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen, was sicherlich insbesondere für jüngere Kinder sinnvoll ist. Wählen Sie eine lange, zusammenhängende Geschichte – zum Beispiel für etwas ältere Kinder – sollten Sie darauf achten, dass sich diese ebenfalls gut „portionieren“ lässt. So finden Sie zum passenden Zeitpunkt leichter einen geeigneten Abschluss und Ihr Kind kann sich auf die Fortsetzung am nächsten Abend freuen. Eine andere Option ist es, nicht auf eine Gute-Nacht-Geschichte zurückzugreifen, die Sie in einem Buch finden, sondern selbst kreativ zu werden. Mehr hierzu erfahren Sie im Folgenden.

Die selbst geschriebene Gute-Nacht-Geschichte

Mit ein bisschen Fantasie und schöpferischem Geist können sich Eltern natürlich auch selbst eine Gute-Nacht-Geschichte ausdenken, um diese ihrem Nachwuchs später entweder vorzulesen oder einfach frei in eigenen Worten zu erzählen. Das Tolle an diesem Vorgehen ist, dass Sie in Ihren eigenen Geschichten natürlich wunderbar auf das eingehen können, was Ihr Kind derzeit beschäftigt und was es liebt. Wie wäre es etwa mit einer Gute-Nacht-Geschichte, in der die Lieblingstiere Ihres Kindes die Hauptrolle spielen? Mit einer Geschichte, die an einem Urlaubsort spielt, an dem Sie als Familie einmal schöne Ferien verlebt haben? Oder mit einer, welche die Vorfreude Ihres Kindes auf die Schule steigert? Sie kennen Ihr Kind am besten und wissen daher sehr gut, was ihm gefallen und nutzen könnte. Schöpfen Sie diesen Vorteil aus und werden Sie selbst kreativ! Sie könnten auch schöne Erlebnisse aus Ihrer eigenen Kindheit in die Gute-Nacht-Geschichte einfließen lassen: Kinder interessieren sich in aller Regel sehr dafür, wie die eigenen Eltern als Kinder ihre Zeit verbrachten, welche Streiche sie ausheckten und was sie sonst noch alles erlebten. So wird Ihre Gute-Nacht-Geschichte noch persönlicher!

Als Alternative zum Vorlesen das Hörspiel

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Die Gute-Nacht-Geschichte als Hörspiel

Das Vorlesen einer Gute-Nacht-Geschichte kann und soll auch gerne schnell zu einem festen Ritual werden. Dennoch könnte es natürlich immer mal wieder Situationen geben, in denen Sie als Eltern Ihrem Nachwuchs ausnahmsweise einmal keine Gute-Nacht-Geschichte vorlesen können. Natürlich übernehmen in solchen Situationen die nahestehenden Personen, die auf Ihre Kinder aufpassen – wie etwa die Großmutter – in der Regel gerne diese Aufgabe. Eine schöne Idee ist es aber auch, wenn Sie im Vorfeld für ein besonderes Betthupferl sorgen: Sie könnten Ihre Stimme zum Beispiel beim Vorlesen einer selbst verfasste Gute-Nacht-Geschichte aufnehmen, sodass Ihr Nachwuchs später ein ganz außergewöhnliches persönliches Hörspiel genießen kann. Dies tröstet eventuell auch ein wenig über den kurzen Trennungsschmerz hinweg. Toll ist es natürlich, wenn die Person, die Ihr Kind betreut, beim Hören der Aufnahme dabei ist: So ist auch für den sozialen Kontakt, der beim Vorlesen ebenfalls wichtig ist, gesorgt und Ihr Kind hat eine liebe Person in seiner Nähe, falls es noch zusätzlich das Bedürfnis nach einem Gespräch verspürt.

Sitzendes Baby mit Kopfhörer

Musik macht das Leben ein Stück schöner! Dieser Aussage werden sicherlich auch Sie zustimmen. Grund genug, auch einmal darüber nachzudenken, welche Rolle Musik in der Schwangerschaft für Sie und Ihr Baby spielen könnte, und wie Ihr Nachwuchs auch nach der Geburt mit wohlklingenden Tönen verwöhnt werden kann.

Musik bei der Schwangerschaft

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Welchen Einfluss könnte Musik in der Schwangerschaft haben?

Bislang scheint es noch nicht ganz sicher zu sein, welchen Einfluss Musik auf ein Baby haben kann, das sich noch im Mutterleib befindet. Diesen Eindruck muss man zumindest gewinnen, wenn man sich als Laie mit diesem Thema beschäftigt: Mal hört man davon, dass Musik eine beruhigende Wirkung auf ein Baby im Mutterleib habe, sich sogar positiv auf die Entwicklung des Kindes auswirke oder Babys Musikstücke, die sie vor der Geburt gehört haben, auch danach noch wiedererkennen. Dann hört man wieder davon, dass es im Körper der Mutter ohnehin viel zu laut sei, als dass ein Baby Musik, die von außen eindringt, gut verstehen könne.
Auch Befürchtungen, dass die Musik einem Baby im Mutterleib eher den Schlaf rauben als nützlich sein könnte, gibt es.

Da die Meinungen darüber, ob es besonders sinnvoll ist, dem Baby schon während der Schwangerschaft Musik gezielt vorzuspielen, scheinbar soweit auseinandergehen, bleibt man als Laie etwas ratlos zurück. Jede Mama und jeder Papa sollte sich dementsprechend eine eigene Meinung bilden. Dabei erscheint es zumindest aus Laienperspektive sinnvoll, Extreme zu vermeiden: Auf der einen Seite sollte bestimmt niemand nahezu ununterbrochen seinem ungeborenen Baby Musik vorspielen und sich dabei Hoffnung machen, deshalb ein Genie auf die Welt zu bringen. Auf der anderen Seite muss die werdende Mama aber auch sicherlich nicht darauf verzichten, Musik in der Schwangerschaft zu hören und bei der Musikauswahl und -lautstärke auch an ihr Kind zu denken. Kann sich die Mutter zum Beispiel beim Hören ruhiger Musik gut entspannen, ist dies sicherlich auch für den Nachwuchs nicht nachteilig: erst recht, wenn man bedenkt, dass sich ja Stress, den eine werdende Mutter verspürt, auf das ungeborene Baby übertragen könnte, und somit zu vermeiden ist. Auch dagegen, dass Eltern ihrem Baby Musik schon während der Schwangerschaft durch das Vorsingen von Liedern näherbringen, scheint nichts zu sprechen: Dringen die Lieder tatsächlich zum Nachwuchs durch, gewöhnt sich das Kleine ja vielleicht schon ein wenig an die Stimmen seiner Eltern, was möglicherweise die Bindung stärkt.

Musik fürs Baby nach der Geburt

Wer schon einmal gesehen hat, wie begeistert ein Baby ab einem gewissen Alter auf Musik mit zwar ungelenken, aber dennoch irgendwie rhythmischen Bewegungen reagieren kann, hegt keinen Zweifel daran: Babys sind musikalisch und haben Freude an Musik! Möchten auch Sie Ihrem Baby viel in Sachen Musik bieten, haben Sie ganz unterschiedliche Möglichkeiten:

Vorsingen: Was gibt es Schöneres, als wenn Mama und Papa ab und an ein Liedchen trällern und ihrem Baby so die bunte Welt der Musik näher bringen? Eltern sind hierbei gut beraten, keine unnötige Scheu an den Tag zu legen: Mama und Papa sind das Größte für den Nachwuchs, da macht es auch nichts, wenn nicht jeder Ton sitzt. Wer noch Inspirationen benötigt, kann auch mit dem Gedanken spielen, zusammen mit dem Sprössling einen entsprechenden Kurs zu besuchen: Dort lernt man ggf. nicht nur neue Lieder kennen und kann seine Scheu vor dem Singen verlieren. Mitunter kommt das Baby hier auch mit ersten „Instrumenten“ wie Rasseln und Co. in Kontakt und kann Musik so von Grund auf kennenlernen.

Lustige Kindermusik: Natürlich gibt es auch Eltern, die selbst nicht gerne allzu oft singen oder sich hierbei zumindest etwas Unterstützung durch Instrumente wünschen. Kein Problem: In diesem Fall kann man entweder selbst zu dem Instrument, das man einmal erlernt hat, greifen und für sein Baby kindgerechte Musik spielen oder sich auf Profis verlassen. Musikstücke für Babys und Kinder gibt es nämlich natürlich auch auf CDs und Co. zu kaufen: Hier können Eltern ganz nach Lust und Laune mal mitsingen und mal darauf verzichten. Eltern sollten sich dabei aber darauf einstellen, dass ihr Sprössling – insbesondere ab dem Kleinkindalter – seine Lieblingsmusik sicherlich sehr oft hören möchte: Daher sollte bei der Auswahl an Kinderliedern auch ein wenig an die eigenen Nerven gedacht und kindgerechte Musik ausgesucht werden, an der natürlich in erster Linie das Baby oder Kind Gefallen findet, mit der sich aber auch die Eltern anfreunden können. Schließlich könnten genervte Eltern die Freude des Babys an der Musik wieder zunichtemachen. Zu achten ist zudem auf eine angemessene Lautstärke, da Babys Ohren empfindlich sind.

Entspannende Musik: Und was ist, wenn Mama und Papa sich selbst einmal Ruhe wünschen? Auch hier kann Musik hilfreich sein: Ruhige Musik hilft manchem Baby, einen Gang zurückzuschalten und einzuschlafen. Vor allem, wenn die Einschlaflieder schon bekannt sind, stellt sich schnell Entspannung ein: Dem bekannten Schönen wohnt schließlich eine gewisse Harmonie inne, die ungemein beruhigen kann. Das kennen Eltern sicherlich auch von sich selbst, wenn sie alten, lieb gewonnenen Liedern lauschen, von denen sie schon lange begleitet werden.

Instrumente für Babys

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Musikunterricht für den Nachwuchs?

Eine gewisse Begeisterung für Musik scheint uns schon als Baby in die Wiege gelegt zu sein. Dies könnte eine gute Basis dafür sein, auch im späteren Leben der Musik treu zu bleiben und zum Beispiel ein Instrument zu lernen. Ein Baby kann zwar viel Spaß an Musik haben, aber sicherlich noch kein Instrument „lernen“: Es muss sich unter anderem erst grundlegende motorische Fähigkeiten, die hierzu notwendig sind, aneignen. Allzu lange warten muss der Nachwuchs danach mit dem eigenständigen Musizieren aber auch nicht mehr: Manche Instrumente – wie etwa die Blockflöte oder gar die Geige – können schon ab einem Alter von drei Jahren erlernt werden. Damit die Freude an der Musik dabei nicht auf der Strecke bleibt, sollten Eltern ihre Kinder aber niemals zum Erlernen eines Musikinstrumentes nötigen. Vielmehr gilt es, die Wünsche des Kindes zu berücksichtigen – auch bei der Wahl des Instrumentes und in Hinblick auf die Frage, wie lange das Kind später dem Musikunterricht treu bleibt. Denn sicherlich nur so wird ein Kind an die natürliche Begeisterung für Musik, die es schon als Baby empfand, anknüpfen und sich selbst frei entwickeln können.

Schlafendes Kind

Kaum ein Thema beschäftigt junge Eltern mehr als der Schlaf ihres Kindes. Schläft es durch oder muss es nachts stündlich gestillt oder gefüttert werden? Macht es gern die Nacht zum Tag oder schläft es problemlos ein? Und wo ist der beste Schlafplatz für das Baby? Manche Babys schlafen vom ersten Tag an im eigenen Bett, andere die ersten Monate oder sogar Jahre im Familienbett an der Seite von Mama und Papa. Wir beleuchten die Vor- und Nachteile verschiedener Schlafmodelle.

Manchen Eltern sind ihr Nachtschlaf und ihr gemeinsames Bett heilig, andere wollen möglichst Tag und Nacht ihr Baby um sich haben. Betrachtet man sich die historische Entwicklung, ist das getrennte Schlafen von Eltern und Kindern eher ein neuzeitliches Phänomen. Schon früh in der Menschheitsgeschichte war es üblich, dass die Familie gemeinsam in einem Raum oder sogar in einem Bett schlief. Die Gründe dafür waren nicht immer dieselben:

  • Gemeinsam schlafen war sicherer – drangen wilde Tiere in eine Höhle ein, konnten Kinder nur überleben, wenn sie durch die Gemeinschaft auch nachts geschützt waren.
  • Gemeinsam schlafen war günstiger – es wurde weniger Platz benötigt, es musste weniger geheizt werden.
  • Es gab keinen Raum für getrennte Schlafplätze – Wohnraum war oft Mangelware und teuer. Daher mussten alle Familienmitglieder zusammenrücken.

Heute sind diese Gründe in westlichen Industrienationen weitgehend überholt. Erst etwa seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es zunehmend üblicher, Kinder in eigenen Zimmern schlafen zu lassen.

Familienbett – die große Schlaffläche für die ganze Familie

Seit einiger Zeit gewinnt das Familienbett wieder an Bedeutung. Familien entscheiden sich bewusst dafür, den Nachwuchs bei sich im Bett schlafen zu lassen. Entweder mit einer zeitlichen Begrenzung oder solange, bis das Kind von sich aus entscheidet, nun alleine schlafen zu wollen. Gegner des Familienbetts befürchten eine Verweichlichung der Kinder und sorgen sich um die Sicherheit beim sogenannten Co-Sleeping. Doch solche Bedenken sind unbegründet. Weder das Familienbett noch das Schlafen im eigenen Zimmer birgt ernsthafte Gefahren für Leib und Seele eines Kindes.

Vor- und Nachteile des Familienbetts auf einen Blick:

Pro Contra
Stillen funktioniert unkomplizierter, da Mama nicht aufstehen muss Kinder und Eltern können sich gegenseitig im Schlaf stören
Viele Kinder schlafen besser, weil sie sich sicher und geborgen fühlen Familienbett benötigt mehr Platz, eventuell muss umgebaut werden
Unbewusst nehmen Mütter Atmung und Temperatur des Kindes wahr, so reduziert sich das Risiko eines plötzlichen Kindstods Rutscht das Baby unter die Decke, kann es überhitzen
Kinder im Familienbett werden oft länger gestillt, auch das reduziert das SIDS-Risiko Risiko, aus dem Bett zu fallen, wenn das Kind mobil wird
Schlafen ist oft auch in fremden Umgebungen unproblematisch, solange die Eltern da sind Das elterliche Liebesleben leidet oft unter dem Baby im Bett
Nächtliche Wachphasen bei Mutter und Kind sind meist sehr kurz Nicht geeignet für Raucher: Das SIDS-Risiko steigt deutlich mit einem Raucher im Bett
Auch Väter können ihren Babys sehr nah sein Kinder lassen sich später manchmal nur schwer vom eigenen Bett überzeugen

 

Besonders praktisch ist das Familienbett, wenn die Mutter ihr Baby noch stillt. Denn schläft das Baby im eigenen Bett oder sogar im eigenen Zimmer und muss nachts noch gestillt werden, ist dies für die Mutter ein ziemlicher Aufwand. Bequemer ist es, sich auf die Seite zu drehen, das Kind andocken zu lassen und weiterzuschlafen. Die Angst, dass man sich nachts aus Versehen auf sein Kind legen könnte, ist unbegründet. Dies setzt allerdings voraus, dass beide Eltern bei klarem Verstand sind. Alkohol und starke Medikamente sind tabu, weil sie die Schutzinstinkte herabsetzen können. Auch Raucher müssen draußen bleiben: Durch die von ihnen ausgeatmeten Schadstoffe ist das Risiko des plötzlichen Kindstods im Familienbett deutlich erhöht. Für Babys ist das Familienbett meist eine sehr positive Erfahrung. Gewöhnt an intensive Nähe möchten Babys auch nachts Geborgenheit und Liebe spüren können. Dies geht im Familienbett ohne Probleme. Oft haben Kinder weniger Probleme beim Einschlafen und keine Angst im Dunkeln. Dafür müssen allerdings die Eltern Abstriche hinnehmen. Nur wenn beide Eltern voll hinter dem Konzept stehen, kann es klappen.

Mutter und Vater mit Kindern im Bett

Das Familienbett birgt einige Vorteile für die Eltern und fürs Baby (Foto: © Monkey Business / Dollar Photo Club)

Familienbett – das wird benötigt

Ein Familienbett braucht mehr Platz als separate Betten für Eltern und Kind. Das Familienbett sollte mindestens 1,60 m breit sein, besser mehr. Idealerweise hat es nur eine Matratze, damit niemand in der Lücke zwischen den Matratzen schlafen muss. Als Erweiterung kann auch ein Gitterbett in der gleichen Höhe an eine Seite des Betts gestellt werden. Entfernt man eine Seitenwand, hat das Baby seinen eigenen Balkon direkt am elterlichen Bett. Eine Alternative zum großen Bett ist ein Matratzenlager auf dem Fußboden. Wer ein Familienbett bauen will, kann entweder einen Rahmen um die Matratzen zimmern oder ein Podest errichten. Auch ein Rausfallschutz ist eine gute Sache, spätestens wenn die Kinder mobil werden. Ist das Familienbett groß genug, ist neben dem Babyschlaf auch der Schlaf der Eltern gewährleistet.

Familienbettmodelle im Überblick:

  • Ein großes Bett, mindestens 1,60 m breit mit einer Matratze
  • Ein großes Bett mit seitlich angestelltem und an dieser Seite offenem Babybett
  • Matratzen auf dem Boden, entweder in einem Rahmen oder lose
  • Seitliche Gitter schützen gegen das Rausfallen
  • Kissen auf dem Boden mindern eventuelle Stürze ab

Mehr individueller Raum – das Baby im eigenen Bett

Doch nicht alle Eltern können oder wollen ihr Bett mit ihrem Baby teilen. Für sie gibt es verschiedene Möglichkeiten. Als Kompromiss zwischen eigenem und Familienbett kann ein sogenannter Babybay neben das Elternbett gestellt werden. Dieser ist an der Seite offen, so hat die Mutter schnellen Zugriff auf das Baby, dieses hat aber trotzdem seinen eigenen Bereich. Auch das Babybett oder der Stubenwagen im elterlichen Schlafzimmer ist eine Möglichkeit, das Baby in den ersten Monaten unterzubringen. Eltern können schnell reagieren, wenn das Baby wach wird oder etwas braucht, müssen sich aber trotzdem im eigenen Bett nicht einschränken. Eine weitere Option ist es, das Baby im eigenen Zimmer schlafen zu lassen. Hier kann es ungestört und unabhängig vom elterlichen Schlafrhythmus schlafen. Unruhiger Schlaf oder hustende Eltern beeinträchtigen es nicht.

Die Vor- und Nachteile eines eigenen Betts:

Pro Contra
Die Eltern haben ihr Bett für sich, das Liebesleben leidet eventuell weniger Nächtliches Stillen/Füttern ist aufwendiger
Eltern und Baby stören sich weniger gegenseitig Babys schlafen manchmal unruhiger, weil sie die Nähe der Eltern vermissen
Das Ausquartieren aus dem Elternschlafzimmer ist unkompliziert möglich Möglicherweise höheres SIDS-Risiko, wenn das Kind keine elterlichen Atemgeräusche hört
Das eigene Bett ist verletzungssicher, keine zusätzliche Sicherung notwendig Manche Mütter werden häufiger nachts wach, weil sie nach dem Baby schauen wollen
Weniger Platzbedarf als das Familienbett, flexiblere Raumneugestaltung möglich

Natürlich müssen Eltern sich nicht strikt für ein Modell entscheiden. Auch ein Kind, das von Anfang an im eigenen Bett schläft, wird sicherlich manche Nacht bei den Eltern im Bett verbringen. Vor allem wenn Zähne durchbrechen oder eine Krankheit dem Kind zu schaffen macht, braucht es mehr Nähe als üblich.

Baby mit Kuscheltier im Kinderbett

Im jeweils eigenen Bett können Eltern und Baby ungestört schlafen (Foto: © doble.d / Dollar Photo Club)

Dann nehmen viele Eltern ihr Baby entweder mit ins Bett oder machen es sich im Kinderzimmer bequem. Ein gemütlicher Sessel, eine Matratze oder ein Schlafsofa neben dem Babybett können in solchen Nächsten Gold wert sein. Auch eine gute Nacht Geschichte kann wunder wirken.

Entscheidend ist, was sich individuell richtig anfühlt

Nicht alle Babys ticken gleich. Die einen scheinen zu verzweifeln, wenn sie nicht rund um die Uhr in Mamas Nähe sein können, andere verlangen weinend, wieder ins eigene Bett zu dürfen, wenn sie von den Eltern während eines Fieberschubs ins elterliche Bett geholt wurden. Jede Familie muss für sich den Weg finden, mit dem sie am besten leben kann. Richtig oder falsch gibt es dabei nicht. Wichtig ist, dass der Weg für alle bequem und gangbar ist. Denn nur wenn die Eltern hinter der Entscheidung für ihr Schlafmodell stehen, kann sich diese Sicherheit auf das Kind übertragen. Einfacher wird es für Eltern, wenn sie ihre Entscheidungen hauptsächlich für den Moment treffen. Wer beispielsweise auf das Familienbett verzichtet, weil er Sorge hat, das Kind später nicht ins eigene Bett ausquartieren zu können, wird später immer wieder mit seiner Entscheidung hadern. Einfacher ist es, sich über die Dinge erst dann zu sorgen, wenn es wirklich nötig ist. So bekommen sowohl Eltern als auch Babys das, was für eine zufriedene Familie nötig ist: Ausreichend erholsamen Schlaf.