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Formular zum Thema Elterngeld

Berechnen Sie Ihr Elterngeld

Formular zum Thema Elterngeld (©123rf.com)

Formular zum Thema Elterngeld (©123rf.com)

Sie sind überglücklich, endlich werden Sie Eltern sein. Doch mit der Geburt Ihres Kindes stehen auch viele Veränderungen an. Sie möchten so gut es geht die ersten Monate der neuen Lebenssituation planen. Und das nicht nur organisatorisch, sondern auch in finanzieller Hinsicht. Wenn Sie Ihren Nachwuchs in den ersten 14 Monaten hauptsächlich selbst betreuen, unterstützt Sie der Staat mit dem Elterngeld. Diese staatliche Rückendeckung erhalten Arbeitnehmer, Selbstständige, aber auch Arbeitsuchende, Studenten und Auszubildende. Dabei können Sie trotzdem bis zu 76% in der Woche einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Eine wichtige, beinahe selbstverständliche Voraussetzung ist, dass Sie mit Ihrem Kind in einem Haushalt leben und sich Ihr Wohnsitz in Deutschland befindet. Sollten Adoptiveltern oder die Großeltern die Betreuung des Kindes übernehmen, können auch diese das Elterngeld erhalten. Ein einzelner Elternteil, ganz gleich ob Vater oder Mutter, kann die Leistung für zwei bis zu höchstens zwölf volle Monate beantragen. Darüber hinaus wird das Elterngeld für zwei weitere Monate gezahlt, sollten beide Eltern das Elterngeld in Anspruch nehmen. Sollte ein Elternteil alleinerziehend sein und das Einkommen wegfallen, können auch in diesem Falle zwei zusätzliche Monate beantragt werden. Sie möchten wissen, wie viel Elterngeld Sie in den ersten 14 Lebensmonaten Ihres Kindes vom Staat erhalten werden.
Ihren Anspruch können Sie mit unserem Elterngeldrechner in wenigen Schritten berechnen lassen.

Der Elterngeldrechner für Ihre finanzielle Sicherheit

Geldscheine mit Schnuller

© 123rf.com

In welcher Höhe Sie als betreuender Elternteil das Elterngeld erhalten werden, richtet sich nach Ihrem bisherigen Nettoeinkommen, das Sie erhielten, bevor Ihr Sonnenschein zur Welt kam. Die Berechnung wird auf der Grundlage der letzten zwölf Kalendermonate vor dem Geburtstermin vorgenommen. Sollten Sie in diesen letzten 12 Monaten kein volles Gehalt erhalten haben, weil Sie bereits Mutterschaftsgeld oder Elterngeld für ein zuvor geborenes Geschwisterkind erhalten haben, werden diese Monate nicht beachtet. Gleiches gilt für die Väter und deren Wehr- oder Zivildienstzeiten. Anstatt dessen wird auf weiter zurückliegende Monate zurückgegriffen, in denen Sie ein reguläres Einkommen hatten. Sollten Sie selbstständig tätig sein, weisen Sie Ihre Gewinneinkünfte ganz einfach mit dem Steuerbescheid des Kalenderjahres vor der Geburt nach. Dabei richtet sich die Höhe des zukünftigen Elterngeldes nach Ihrem Nettoeinkommen. Um so niedriger Ihr Verdienst war, desto höher wird der Satz des Elterngeldes sein. Monatlich sind das mindestens 300 bis zu maximal 1800 Euro.

 

Elterngeldrechner: Das sollten Sie wissen

Den Antrag für das Elterngeld stellen Sie schriftlich bei der zuständigen Familienkasse. Jedes einzelne Elternteil kann den Antrag einmalig stellen. Für diejenigen, die Elternzeit und Beruf in Teilzeit miteinander verbinden möchten, ist das Elterngeld-Plus ideal. Mit dieser Regelung können Mütter und Väter den Zeitraum, in dem sie Elterngeld beziehen, verdoppeln. Einen Partnerschaftsbonus gibt es zusätzlich für Väter und Mütter, welche gleichzeitig zur Betreuung Ihres Kindes bis zu 30 Wochenstunden arbeiten. Der Partnerschaftsbonus beinhaltet jeweils vier zusätzliche Elterngeld-Plus-Monate. Die neuen Richtlinien treffen auf Eltern zu, deren Kinder nach dem 1. Juli 2015 geboren wurden. Wie das funktionieren könnte und was das für den einzelnen Monat an finanzieller Absicherung bedeutet, das zeigt Ihnen unser Elterngeldrechner. Er plant mit Hilfe Ihrer Eingaben Ihre Finanzen während der ersten Monate als Familie. Sie können die verschiedenen Varianten online austesten und besprechen, welches Modell für Sie ideal wäre. So können Sie den Elterngeldbezug zeitlich planen.

Mit der Eingabe Ihres Nettoverdienstes können Sie das zu erwartende Elterngeld von unserem Elterngeldrechner schnell und einfach berechnen lassen.

Zusammengerollte Geldscheine und Kleingeld

Der Mutterschaftsgeldrechner – Berechnen Sie Ihre Ansprüche

Zusammengerollte Geldcheine und Kleingeld (©123rf.com)

Zusammengerollte Geldscheine und Kleingeld (©123rf.com)

Das Thema Mutterschaftsgeld ist ein äußerst komplexes Thema. Planen Sie in Zukunft ein Baby zu bekommen, dann müssen Sie an viele Dinge denken. Die finanzielle Seite ist natürlich ein sehr wichtiger Aspekt. Stehen Sie in einem Arbeitnehmerverhältnis, dann möchten Sie selbstverständlich schon im Vorfeld wissen, was Ihnen in dieser Zeit zusteht. Damit Sie besser planen können, steht Ihnen ein Mutterschaftsgeldrechner zur Verfügung. Im Internet bieten verschiedene Plattformen dieses Instrument zur weiteren Bearbeitung an. Mit diesem Rechner kann anhand des Krankenversicherungs-Status die Höhe des Mutterschaftsgeldes ermittelt werden. Zudem klärt sich mit diesem Verfahren gleich auf, ob überhaupt ein Anspruch darauf besteht.

Mutter mit Kind am Laptop

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Haben Sie alle gewünschten Daten in der vorhandenen Maske eingegeben, dann erhalten Sie ein detailliertes Ergebnis. Dort werden alle Informationen festgehalten, die zur Berechnung des Mutterschaftsgeldes gehören. Gehen wir einmal davon aus, dass Sie schon seit einiger Zeit als Bürofachkraft tätig sind. Sie sind also in einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Die Krankenkasse zahlt Ihnen je Kalendertag ein anteiliges Mutterschaftsgeld in Höhe von 13 €. Der Arbeitgeber bezahlt die restlichen Nettobezüge. Hierbei handelt es sich um den Arbeitgeberzuschuss.

Wie ist ein Mutterschaftsgeldrechner überhaupt aufgebaut?

Wollen wir doch einmal einen genauen Blick auf den Mutterschaftsgeldrechner werfen. Wie ist er aufgebaut und mit welchen Daten will er gefüttert werden? Beim Mutterschaftsgeldrechner ist vor allem wichtig, wie Ihre Krankenversicherung aussieht. Sind Sie gesetzlich krankenversichert, privat oder haben Sie sich für die Familienversicherung entschieden? Des Weiteren spielt die Beschäftigungsart zu Beginn der Schutzfrist eine wichtige Rolle. Mit anderen Worten will der Rechner wissen, ob Sie eine Arbeitnehmerin sind, selbstständig oder ob Sie einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen. Ebenso zählt auch, ob Sie ALG I-, ALG II-Empfängerin, Hausfrau oder sogar eine Beamtin sind. Am Schluss wird nach dem durchschnittlichen Nettoeinkommen der letzten drei Monate gefragt. Diese Angabe bezieht sich ebenfalls vor Beginn der Schutzfrist. Haben Sie diese Zahlen parat, dann können Sie mit der Berechnung des Mutterschaftsgeldrechners beginnen.

Ihr Mutterschaftsgeld: Ein Beispiel

Kind mit Sparschwein

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Am besten wir gehen direkt in zwei Beispiele rein. Beginnen wir mit dem ersten Modell. Sie arbeiten als Sekretärin bei einem Handwerksunternehmen. In ein paar Monaten ist es so weit und Sie erwarten Ihr erstes Kind. Sie haben sich schon auf viele Dinge vorbereitet und möchten jetzt an die Planung der finanziellen Seite gehen. Deshalb greifen Sie auf den Mutterschaftsgeldrechner zurück. Schließlich möchten Sie wissen, wie viel Mutterschaftsgeld Ihnen zusteht. Die Maske vom Mutterschaftsgeldrechner fragt Sie als Erstes nach der Krankenversicherung. Gehen wir mal in unserem Beispiel davon aus, dass Sie sich in einer gesetzlichen Krankenversicherung befinden. Das wählen Sie aus. Im nächsten Schritt geben Sie die Beschäftigungsart zu Beginn der Schutzfrist an. In unserem Fall ist es die Arbeitnehmerin. Am Schluss wird nach dem durchschnittlichen Nettoeinkommen der letzten drei Monate vor Beginn der Schutzfrist gefragt. In unserem Beispiel liegt das Nettoeinkommen bei 1.500 € pro Monat. Jetzt gehen Sie auf den Button berechnen. Am Ende erscheint ein Satz, der direkt auf das Ergebnis hinweist. Pro Tag erhält die werdende Mutter in unserem Beispiel 50 €. Das ergibt eine Gesamtsumme für die 99 Tage Mutterschutzfrist von immerhin 4.950,00 Euro. In unserem zweiten Beispiel ist die werdende Mutter eine Beamtin. Zudem ist diese Frau privat versichert. Im Mutterschaftsgeldrechner spielen nur diese beiden

Schwangere Frau telefoniert im Büro

Mutterschutzrechner

Schwangere Frau telefoniert im Büro (©123rf.com)

Schwangere Arbeitnehmerin vor Eintritt in den Mutterschutz (©123rf.com)

Ist eine Arbeitnehmerin schwanger, dann wird die werdende Mutter für eine gewisse Zeit vor und nach der Geburt von ihrer Beschäftigung befreit. Dies geschieht unter der Fortzahlung ihres durchschnittlichen Nettolohns. In diesem Zusammenhang tritt das Mutterschutzgesetz in Kraft. Bei dieser Freistellung handelt es sich um die sogenannten Mutterschutzfristen. Der Mutterschutz beginnt sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin und endet, wenn alles seinen Gang geht, acht Wochen nach der Entbindung. In dieser Zeit darf vonseiten des Arbeitgebers keine Weiterbeschäftigung erfolgen.

Mütter mit Kind im Kinderwagen

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Es sei denn, die Arbeitnehmerin will auf ihren eigenen ausdrücklichen Wunsch hin weiter arbeiten. Wurde die Entbindung vollzogen, dann darf in der Schutzfrist, also in den acht Wochen, keiner Beschäftigung nachgegangen werden. Hier besteht ein absolutes Beschäftigungsverbot. Selbst, wenn die Arbeitnehmerin darauf besteht, darf keine Tätigkeit ausgeübt werden. Hat die Beschäftigte eine Mehrlingsgeburt oder eine Frühgeburt erlebt, dann verlängert sich die Mutterschutzfrist. Diese erhöht sich im Anschluss an die Entbindung auf zwölf Wochen.
Damit Sie im Vorfeld schon einmal einen Überblick haben, wann der Mutterschutz beginnt und wann dieser endet, können Sie sich einen Mutterschutzrechner zur Hilfe nehmen. Liegt Ihnen die Angabe des Entbindungstermins vor, dann können Sie diese Fristen ganz schnell selbst ermitteln.

Die Mutterschutzfrist lässt sich mit einem Mutterschutzrechner einfach ermitteln

Mutter klatscht mit Kind ein

© 123rf.com

Sie haben die Nachricht erhalten, dass eine Schwangerschaft vorliegt? Die Freude ist riesig und Sie könnten vor Glück die ganze Welt umarmen. Sämtliche Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf. Babysachen kaufen, einen Kinderwagen, ein Bett und Spielsachen. Wie erzählen Sie es Ihrer Familie und Freunden? An Ihren Arbeitgeber denken Sie erst ganz am Schluss.Jedoch sollten Sie gerade diesen Punkt nicht aus den Augen verlieren. Es ist sehr wichtig, dass Ihr Vorgesetzter darüber informiert wird. Je nach Berufsbild muss bei einer Schwangerschaft auf einige Dinge genau geachtet werden. Bei diesem Thema gelten rechtliche Vorschriften, die unter anderem die Gestaltung des Arbeitsplatzes, den Urlaubsanspruch oder das Kündigungsverbot regeln. Der gesetzliche Mutterschutz tritt in diesem Fall ein und übernimmt sämtliche wichtigen Aufgaben. Die werdende Mutter und ihr Kind sollen vor Gefährdungen, Überforderungen oder finanziellen Einbußen geschützt werden. Damit Sie wissen, wann Ihre Mutterschutzfrist beginnt, können Sie einen Mutterschutzrechner zur Hilfe nehmen. Keine Angst, dafür benötigen Sie keine große Datenmenge. Schon die Eingabe des Entbindungstermins ist völlig ausreichend.
Es gibt mittlerweile Programme, die neben der Mutterschutzfrist auch die Dauer der Elternzeit ausrechnen können.

Wie könnte ein Beispiel für einen Mutterschutzrechner aussehen?


Wir nehmen mal an, dass Ihr Entbindungstermin am 29.10.2016 wäre. Dieses Datum geben Sie in den Mutterschutzrechner im Feld errechneter Geburtstermin ein. Danach klicken Sie auf die Schaltfläche berechnen. In Windeseile werden Ihnen die entsprechenden Informationen angezeigt. In unserem Beispiel würde der Mutterschutz am 17.09.2016 beginnen. Also sechs Wochen vor der Entbindung. Am 24.12.2016 demzufolge würde der Mutterschutz wieder auslaufen. Praktisch acht Wochen nach der Entbindung. Nun schauen Sie sich die Zahlen für die Elternzeit an. Diese würde gleich im Anschluss daran beginnen. Am 25.12.2016 treten Sie Ihre Elternzeit an. Möchten Sie die drei Jahre gleich hintereinander nehmen, dann beträgt die Dauer der Elternzeit bis zum 28.10.2019.

Somit haben Sie für sich einen ersten Überblick, wie der zeitliche Ablauf aussehen könnte. Das hilft Ihnen entschieden bei der entsprechenden Antragsstellung weiter. Schließlich sollten Sie diese so früh wie möglich vornehmen, damit Sie sich gerade in der heißen Phase nicht noch mit einer lästigen Bürokratie herumschlagen müssen.
Schließlich kommt nach der Geburt eine Menge organisatorische Dinge auf Sie zu.

Baby wird gestillt

Stillen in der Öffentlichkeit: Wie Befürworter und Gegner übereinkommen könnten

Auf der einen Seite wird das Stillen als beste Form der Ernährung eines Babys angesehen. Dieses Wissen scheint derart verbreitet zu sein, dass manche Mutter, die sich – aus welchen Gründen auch immer – gegen das Stillen entscheidet, durchaus mit irritierten Fragen rechnen muss. Wenn eine Mutter stillt, ist sie aber auf der anderen Seite auch nicht gänzlich vor schrägen Blicken oder gar unschönen Kommentaren sicher. Eine Frage, die dann die Gemüter erhitzt, lautet: Ist auch das Stillen in der Öffentlichkeit okay? Es könnte ja zum Busenblitzer kommen, der bei Stars und Sternchen zwar mit Vergnügen, bei Müttern aber offenbar ungern gesehen ist. Um die Zwickmühle, in der sich Mütter beim Stillen befinden, etwas genauer zu ergründen, möchten wir einmal einen Blick darauf werfen, was Befürworter und Gegner über das Stillen in der Öffentlichkeit denken könnten. Vielleicht trägt dies ja zu einem besseren gegenseitigen Verständnis bei und hilft Müttern, einen individuellen Weg zu finden, mit dem sie sich wohlfühlen.

Was die Befürworter denken könnten

Baby im Cafe

©123rf.com/profile_halfpoint

Das Hauptargument derjenigen, die das Stillen in der Öffentlichkeit befürworten, liegt auf der Hand: Stillen ist ganz natürlich! Hierzu sind die Brüste einer Frau nun einmal vorgesehen. Stillen hat somit auch nichts mit Exhibitionismus und Sexualität zu tun, sondern dient der Ernährung eines Babys und dem Aufbau einer vertrauten Beziehung zwischen Mutter und Kind. Hinzu kommt: Wer sich für das Stillen entschieden hat, muss zwangsläufig auch pragmatisch denken – ein Baby kann zu jeder Tages- und Nachtzeit hungrig werden. Würde man das Stillen in der Öffentlichkeit konsequent unterbinden wollen, könnte man – etwas überspitzt formuliert – als frischgebackene Mutter also kaum noch das Haus und das Familienbett verlassen. Den Verdacht zu haben, sich verstecken oder sich im Notfall mit dem Stillen in der Öffentlichkeit zumindest beeilen zu müssen, ist mehr als störend: Es könnte Mütter und somit auch die Kinder stressen. Und zusätzlicher Stress ist wohl das Letzte, was eine Mutter mit kleinem Kind gebrauchen kann.

Was die Gegner denken könnten

Personen, die sich gegen das Stillen in der Öffentlichkeit aussprechen, könnten sich darauf berufen, dass es sich nicht schickt, in (fremder) Gesellschaft nackte Haut zu zeigen. Stillen mag zwar etwas Natürliches sein, die Brüste einer Frau werden allerdings – zumindest, solange sie nicht stillt, – in unserer Gesellschaft auch als Symbol Nummer 1 für Sexualität angesehen. Entscheidet sich nun eine Frau für das Stillen in der Öffentlichkeit, kann dies für Verwirrung bei denjenigen sorgen, die dies (unfreiwillig) miterleben: Zum einen ist es dem Betrachter vielleicht einfach nur etwas unangenehm, diesem Moment beizuwohnen. Ein Beispiel: Einen Blick auf die Brust der Frau zu erhaschen, die eigentlich nur eine gute Kollegin ist, aber zu der auch eine gewisse Distanz herrscht und die man bisher nicht als Mutter betrachtet hat, mag manchem unpassend erscheinen.

Zum anderen – und im drastischeren Fall – sorgt die Assoziation von Brüsten mit Sexualität dafür, dass der Betrachter annimmt, das Stillen selbst hätte irgendetwas mit Sexualität zu tun. Dieser Gedanke ist für Mütter zwar abwegig, alleine dadurch, dass er aber existieren könnte, entfaltet er möglicherweise eine gewisse Macht, so dass sich Frau und Betrachter beim Stillen in der Öffentlichkeit unwohl fühlen könnten. Manche Gegner sprechen sich vielleicht auch gar nicht generell gegen das Stillen in der Öffentlichkeit aus, sondern lediglich gegen das Stillen in bestimmten Momenten – etwa beim Restaurantbesuch, da sie sich beim Essen gestört fühlen. Auch dies mag etwas seltsam erscheinen, da ja beim Stillen das Baby auch nichts anderes tut als die übrigen Restaurantgäste: nämlich Nahrung aufnehmen. Dennoch kann es dieses Unbehagen natürlich geben und es sollte nicht unbedingt komplett ignoriert werden.

Versuch einer Annäherung

Baby im Arm

©123rf.com/profile_bialasiewicz

Wie so oft im Leben wäre es wunderbar, wenn sich auch der Konflikt in Sachen „Stillen in der Öffentlichkeit“ lösen ließe, indem beide Seiten einen Schritt aufeinander zugehen. Vielleicht könnte so ja etwas mehr Lockerheit und Rücksichtnahme entstehen. Beginnen wir damit, was diejenigen, die das Stillen in der Öffentlichkeit bisher störte, tun könnten. Sie könnten darauf verzichten, durch unpassende Kommentare ihre Abneigung gegen das Stillen auszudrücken und so stillende Mütter unnötig unter Druck zu setzen. Dies gelingt vielleicht am besten, indem sie sich selbst nicht dem aussetzen, was sie ablehnen: Schließlich sind Augen bewegliche Sinnesorgane und jedem steht es frei, den Blick abzuwenden, wenn er eine Frau in der Öffentlichkeit stillen sieht. Zudem sollten aber auch die eigenen Gedanken hinterfragt werden: Oft bleibt von der ersten Abneigung wenig über, wenn das eigene Unbehagen hinterfragt wird und man sich erst einmal an den vermeintlich unpassenden Anblick gewöhnt hat. Dabei kann es auch helfen, sich in die Lage der Mütter hineinzuversetzen und sich etwas mehr in Toleranz zu üben.

Kommen wir nun zu den Müttern, die das Stillen in der Öffentlichkeit gerne praktizieren möchten. Daran, dass nicht jeder dies gerne sieht, werden Mütter wohl wenig ändern können. Sie könnten aber vielleicht einen Weg finden, das eigene und fremde Unbehagen in Grenzen zu halten, ohne komplett auf das Stillen in der Öffentlichkeit zu verzichten. Hierzu scheint es notwendig, sich zunächst einmal von dem Gedanken, dass man es allen recht machen kann, zu verabschieden. Dies sorgt schon einmal für etwas mehr Lockerheit und weniger Stress. Zudem gibt es viele Möglichkeiten, das Stillen in der Öffentlichkeit so zu praktizieren, dass es zum einen beiläufig wirkt und somit weniger Aufmerksamkeit erregt, und zum anderen so, dass dabei auch nicht unnötig viel Haut zu sehen sein muss. Üben Mütter dies, nehmen sie den Gegnern schon einmal viel Wind aus den Segeln. Ein bisschen Rücksichtnahme ist also auch hier vielleicht nicht gänzlich fehl am Platz und kann Stress auf beiden Seiten verhindern.

Unnötige Belastungen ersparen sich stillende Mütter aber natürlich auch dann, wenn sie etwaige Verbote gegen das Stillen in der Öffentlichkeit, die sich aus dem Hausrecht ableiten lassen, beachten. Sollte ein solches Verbot zum Beispiel in einem Restaurant vorgesehen sein, können Stillverfechterinnen auch ihre Ablehnung dagegen zum Ausdruck bringen, indem sie dieses Lokal meiden (was sie ja dann ohnehin vielleicht müssen) und eventuell höflich den Besitzer auf den Grund ihres Verhaltens hinweisen. Auch dies, solange es zu keinen hitzigen und unsachlichen Diskussionen kommt, könnte ein Statement sein und Verantwortliche zum Nachdenken anregen.

Ein Paar begutachtet Ergebnis eines Schwangerschaftstests

Positiver Schwangerschaftstest? Vorfreude teilen!

Paar macht Test

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Es ist soweit: Möglicherweise haben Sie und Ihr Mann schon länger daraufhin gearbeitet und nun bemerken Sie endlich die ersten Anzeichen für eine Schwangerschaft! Nun ist der Zeitpunkt gekommen, mit einem Schwangerschaftstest für Gewissheit zu sorgen. Solche Tests gibt es als Urintests für zu Hause. Ein Schwangerschaftstest, in dessen Zuge Ihr Blut auf Schwangerschaftshormone untersucht wird, kann Ihr Frauenarzt durchführen. Gemeinsam mit sonstigen Untersuchungen haben Sie dann bald endgültig Klarheit. Und? Es hat tatsächlich geklappt? Herzlichen Glückwunsch!
Falls Sie den Schwangerschaftstest alleine gemacht haben, bietet sich jetzt auch eine tolle Möglichkeit, Ihren Partner mit dem Ergebnis zu überraschen! Wie dies gelingen kann und wann Sie möglicherweise am besten Ihren Partner und Ihre Familie über den positiven Schwangerschaftstest informieren, zeigt dieser Artikel!

Wann informiere ich meinen Partner?

Positiver Test

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Dafür, den Partner sehr schnell über den positiven Schwangerschaftstest zu informieren, spricht sehr viel. Vielleicht haben auch Sie schon vor dem Schwangerschaftstest erste Veränderungen an sich bemerkt. Solche könnten auch Ihrem Partner auffallen – erst recht, da Sie nun in dem Bewusstsein, schwanger zu sein, möglicherweise auch andere Verhaltensweisen an den Tag legen: Vielleicht haben Sie vor ein paar Wochen noch ab und an ein Glas Rotwein am Wochenende getrunken, auf das Sie nun verzichten, Ihnen ist ab und an morgens bereits übel, sodass Sie sich länger als gewöhnlich im Bad aufhalten, und Sie vereinbaren außer der üblichen Reihe Termine bei Ihrem Frauenarzt. Solche Indizien erkennt auch Ihr Partner, wenn Sie eine enge Beziehung führen. Nur wenn Sie den werdenden Papa frühzeitig über den positiven Schwangerschaftstest informieren, stehen die Chancen gut, für eine echte Überraschung zu sorgen!
Darüber hinaus sollten Sie sich bewusst sein, dass natürlich auch der werdende Vater ein Recht hat, früh von den bevorstehenden Veränderungen zu erfahren. Vielleicht wartet auch er schon lange darauf, dass der Schwangerschaftstest endlich positiv ausfällt und er möchte Ihre Schwangerschaft von Beginn an miterleben! Vor diesem Hintergrund wäre es unschön, ihn allzu lange auf die Folter zu spannen. Falls Sie sich etwas zusammenreißen können, ist es aber natürlich auch eine schöne Idee, sich ein wenig Zeit für eine tolle Inszenierung der besonderen Nachricht zu nehmen: So können Sie den Moment, zu dem Ihr Partner von Ihrer Schwangerschaft erfährt, wunderbar aufwerten – wie dies im Detail gelingen könnte, erfahren Sie im Folgenden.

Mit einem positiven Schwangerschaftstest überraschen!

Es gibt unzählige Möglichkeiten, nach einem positiven Schwangerschaftstest dem werdenden Papa die tolle Botschaft mitzuteilen. Ein paar von diesen stellen wir jetzt vor! Aber eines vorweg: Es kommt nicht nur auf die Art und Weise an, wie Sie Ihren Mann informieren. Auch der Augenblick sollte passen: Traute und gemütliche Zweisamkeit sind ideal geeignet. Am besten suchen Sie sich zudem einen Zeitpunkt aus, zu dem Ihr Mann die Überraschung in vollen Zügen genießen kann und nicht kurz nach dieser zur Arbeit hetzen oder andere Termine wahrnehmen muss. Das Wochenende sollte dabei für viele die richtige Wahl sein.
• Der Klassiker: Klassisch, aber dennoch auf total süße Art und Weise setzen Sie Ihren Partner von dem positiven Schwangerschaftstest in Kenntnis, indem Sie ein Geschenk zur Geburt, wie zum Beispiel Babyschuhe besorgen. Binden Sie eine schöne Schleife um die niedlichen kleinen Schuhe und überreichen Sie das liebevoll geschmückte „Indiz“ Ihrem Partner in einem schönen Moment – zum Beispiel beim Kuscheln auf dem Sofa oder nach einem tollen Abendessen. Ihr Mann wird große Augen machen und den Hinweis sicherlich sofort richtig deuten! Natürlich funktioniert diese Überraschung auch mit jedem anderen Accessoire, das man sofort mit Nachwuchs verbindet.

Freudige Nachricht

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• Eine Fotogeschichte: Eine tolle Idee ist es auch, eine kleine Fotogeschichte zusammenzustellen, um den werdenden Papa die freudige Nachricht zu übermitteln. Legen Sie zu diesem Zweck doch einfach ein Album an, das die Geschichte Ihrer Beziehung in Fotos nacherzählt. Verhalten Sie sich ganz unschuldig und durchblättern Sie gemeinsam mit Ihrem Partner das Album. Auf der letzten Seite warten dann als Überraschung Bilder, die auf Ihr Baby hindeuten: vielleicht das erste Ultraschallbild, ein Foto von Ihrem Bauch und ein Foto von dem positiven Schwangerschaftstest!

• Einen Brief schreiben: Wie wäre es mit dieser Idee: Schmuggeln Sie unter die Post doch einen kleinen niedlichen Brief an Ihren Mann, der aus der Perspektive Ihres Kindes verfasst ist. Stellen Sie sich das verduzte Gesicht Ihres Mannes vor, wenn er zum Beispiel an einem Samstagmorgen diesen Brief inmitten von anderen Poststücken entdeckt! Nach dem Öffnen des Briefes werden Sie die Rührung im Gesicht Ihres Mannes entdecken können, die Ihre kreativen und lieben Worte bewirkt haben!

• Bauchverschönerung: Apropos Schreiben – eine andere Möglichkeit, Ihren Mann über den positiven Schwangerschaftstest zu informieren, eignet sich vor allem für den Sommer. Machen Sie doch Ihren eigenen Bauch und somit das derzeitige Heim Ihres Babys zum Träger der Nachricht! Schreiben Sie auf diesen mit geeigneten Farben einen Hinweis, den Ihr Mann nicht fehlinterpretieren kann, oder malen Sie mit ihnen ein Symbol, das sofort auf den zu erwartenden Nachwuchs hindeutet. Schön kann es auch sein, eine Geburtskarte auf den Bauch zu malen. Kommt Ihr Mann von der Arbeit, liegen Sie vielleicht schon auf dem Balkon auf der Liege und sonnen sich. Positionieren Sie sich am besten so, dass Ihr Mann nicht direkt einen Blick auf Ihren Bauch erhaschen kann, und freuen Sie sich gemeinsam, wenn er endlich verdutzt die Botschaft entziffert!

Wann sagen wir es unserer Familie?

Zu welchem Zeitpunkt Sie Ihre Familie über den positiven Schwangerschaftstest informieren, ist eine sehr individuelle Frage. Sicherlich wird es Ihnen schwerfallen, Ihre Angehörige erst einmal im Dunkeln zu lassen. Hierfür spricht allerdings, dass die frohe Botschaft einer Schwangerschaft oft kein Geheimnis bleibt und die Nachricht somit relativ schnell die Runde machen könnte. Und dies ist oft nicht willkommen, da die ersten Wochen und Monate einer Schwangerschaft eine recht sensible Phase sein können. Sollte die Schwangerschaft dann doch kein glückliches Ende nehmen, könnte es für Sie belastend sein, auch von nicht allzu nahen Bekannten, die eventuell von Ihrer Familie über die Schwangerschaft informiert wurden, nach selbiger gefragt zu werden.
Dennoch: Viele Frauen können sicherlich nicht lange damit warten, insbesondere ihrer Mutter und anderen sehr nahen Verwandten unmittelbar nach dem Schwangerschaftstest die frohe Botschaft zu übermitteln. Gehören auch Sie zu diesen Frauen, könnten Sie einen Kompromiss eingehen: Informieren Sie die Personen, die Ihnen sehr nahestehen, und nehmen Sie diesen zugleich das Versprechen ab, noch ein paar Wochen Stillschweigen über Ihre Schwangerschaft zu wahren. So ist erst einmal nur der engste Kreis, auf dessen Unterstützung Sie eventuell so oder so angewiesen sind, eingeweiht. Wir wünschen Ihnen eine wunderbare Schwangerschaft, eine tolle Geburt und eine schöne Zeit gemeinsam mit Ihrem neuen Familienmitglied!

Kleines Kind zeigt auf den Schriftzug Elterngeld

Elterngeld Plus

Werdende Eltern haben viele Fragen und Sorgen. Diese betreffen die Partnerschaft, die Gesundheit des Kindes, Angst vor der Geburt, aber natürlich auch die finanzielle Situation während und nach der Schwangerschaft. Viele Eltern fürchten sich vor der finanziellen Verantwortung, vor dem Verdienstausfall der Mutter und dem beruflichen Wiedereinstieg nach der Elternzeit. Um Eltern zu entlasten, gibt es in Deutschland das Elterngeld, das allen frischen Eltern zusteht. Für Kinder, die nach dem 1. Juli 2015 geboren werden, kommt auch das Elterngeld Plus in Frage. Wir zeigen Ihnen die Unterschiede zwischen dem neuen und dem alten Elterngeld.

Elterngeld – Doppelverdiener sorgen sich um die finanzielle Absicherung

Die Zeiten, als die Männer für die alleinige Versorgung der Familie zuständig waren, sind vorbei. In der Regel teilen sich heute Frauen und Männer die Finanzierung des gemeinsamen Lebens. Doppelverdienerhaushalte werden dabei zunehmend zum deutschen Ideal. Innerhalb weniger Jahre vollzog sich ein Wandel in der Einstellung vieler Menschen hin zu einer gleichberechtigten Finanzierung des gemeinsamen Lebens. Dabei vermischen sich Wunsch und Notwendigkeit. Denn auch wenn viele Frauen auskosten, dass sie im Berufsleben ebenso anerkannt werden wie ihre Männer, Karriere machen und sich wohlfühlen in der Geschäftswelt, spielt bei vielen Paaren auch die finanzielle Komponente eine wichtige Rolle. Das Alleinverdienermodell, das bis vor einiger Zeit noch als erstrebenswertes Ideal galt, kann in den meisten Familien nicht mehr funktionieren. Geringe Einkommen, die fehlende Sicherheit des Arbeitsplatzes und steigende Lebenshaltungskosten erfordern oft mehr Geld, als einer allein verdienen kann.

Elterngeld soll finanzielle Nachteile ausgleichen

Mann, Frau und Kind unter einer Decke

Mehr Zeit für die Familie durch Elterngeld © detailblick / Dollar Photo Club

Vor allem Akademikerinnen und Frauen in anerkannten und gutbezahlten Jobs bleiben zunehmend kinderlos. Familie und Beruf gelten immer noch als schlecht zu vereinbaren und auch finanziell wollen viele Frauen keine Abstriche in Kauf nehmen. Um dem entgegenzuwirken und die finanziellen Nachteile von Familien auszugleichen, gibt es seit 2007 das Elterngeld. Das Elterngeld stellt eine Entgeltersatzleistung dar, die in Abhängigkeit vom vorherigen Einkommen nach der Geburt des Kindes gezahlt wird. Im Zusammenspiel mit dem seit 2013 geltenden Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr will der Staat damit den Anreiz erhöhen, eine Familie zu gründen und die damit einhergehenden negativen Aspekte zu reduzieren.

Elterngeld orientiert sich am vorherigen Gehalt

Das Elterngeldgesetz (formal Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit – BEEG) gilt für alle Kinder, die nach dem 1. Januar 2007 geboren wurden. Das Elterngeld nimmt seitdem die Stelle des bis dahin gezahlten Erziehungsgeldes ein. Der Bezug ist auf zwölf Monate begrenzt, zwei zusätzliche Monate werden gewährt, wenn Vater und Mutter sich die Elternzeit aufteilen. Berechnet wird das Elterngeld in Abhängigkeit vom Einkommen vor der Geburt des Kindes. Das Elterngeld für Selbstständige wird dabei anders berechnet als das von Angestellten. Grundsätzlich jedoch beträgt das Elterngeld zwischen 65 und 100 Prozent des monatlichen Netto-Einkommens vor der Geburt. Je niedriger vorher der Verdienst war, umso höher ist der anzurechnende Prozentsatz. Gedeckelt ist das Elterngeld auf einen Höchstbetrag von 1.800 Euro monatlich. Auch Elternteile, die mehr als etwa 2.770 Euro verdienen, erhalten dennoch nur ein monatliches Elterngeld von maximal 1.800 Euro. Geringverdiener und Mütter ohne Einkommen erhalten einen Mindestsatz von 300 Euro. Wer als Elternpaar mehr als 500.000 Euro im Jahr oder 250.000 Euro als Alleinerziehender verdient, geht leer aus. Hier besteht kein Anspruch auf Elterngeld.

Auch Väter haben ein Recht auf Elternzeit und Elterngeld

Mann am Laptop und Kind betreuen

Immer mehr Väter nehmen Elternzeit © .shock / Dollar Photo Club

Das Elterngeld ist unabhängig von der Elternzeit. Väter haben auf beides den gleichen Anspruch wie Mütter. Der Elterngeldbezug ist auf maximal 14 Monate beschränkt, Elternzeit kann bis zu drei Jahre in Anspruch genommen werden. Der Anspruch auf das Elterngeld beginnt mit der Geburt des Kindes und wird den Lebensmonaten entsprechend berechnet. Für ein am 15. Juli geborenes Kind beginnt also der erste Anspruchsmonat am 15. Juli und endet am 14. August. Die Berechnung erfolgt also nicht anhand von Kalendermonaten. In der Praxis ist dies beispielsweise relevant, wenn Teilzeit in Elternzeit gearbeitet wird. In der Elternzeit ist die maximale wöchentliche Arbeitszeit auf 30 Stunden begrenzt. Wird während des Elterngeldbezugs ein Monat gearbeitet, zum Beispiel vom 1. bis 28. Februar, wird das dabei verdiente Geld auf zwei Monate Elterngeld angerechnet. Dadurch können sich in der Praxis finanzielle Nachteile ergeben.

Flexibler Wiedereinstieg in den Beruf mit dem neuen Elterngeld Plus

Um Arbeiten in Teilzeit und Elternzeit besser miteinander kombinieren zu können, gibt es für Kinder, die ab dem 1. Juli 2015 geboren werden, das Elterngeld Plus. Dieses fördert speziell Familien, die sich für eine Kombination aus Teilzeitarbeit und Kinderkriegen entscheiden. Das Elterngeld Plus wird doppelt so lange ausgezahlt wie das reguläre Elterngeld, hinzu kommt ein Partnerschaftsbonus von vier Monaten. Der Anspruch besteht also, wenn beide Eltern sich einbringen, für 28 Monate. Dabei entspricht ein bisheriger Elterngeld-Monat zwei Elterngeld-Plus-Monaten. Es wird also länger ausbezahlt, dafür jedoch nur in halber Höhe des normalen Elterngeldes. War es bisher so, dass ein Arbeitseinkommen während des Elterngeldbezugs in voller Höhe auf das Elterngeld angerechnet wurde, kann nun die Teilzeitbeschäftigung ohne Einbußen fortgesetzt werden. Die Bedingung dafür ist, dass der Elternteil zwischen 25 und 30 Stunden pro Woche arbeitet. Um den Partnerschaftsbonus zu erhalten, müssen beide Elternteile gemeinsam einen Antrag stellen und nachweisen, dass sie für mindestens vier Monate einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen werden. Dies geschieht durch eine schriftliche Vereinbarung mit dem Arbeitgeber. Durch das neue Elterngeld Plus ergibt sich also auch ein Elternzeit-Plus mit finanzieller Absicherung. Hinzu kommt ein flexiblerer Wiedereinstieg in den Beruf ohne finanzielle Nachteile.

Diese Vorteile hat das neue Elterngeld Plus:

Teilzeitarbeit ist von Anfang an möglich, 25 bis 30 Stunden Arbeit in der Woche sind auch während des Elterngeldbezugs möglich.
• Eine flexible und frühe Rückkehr an den Arbeitsplatz wird unterstützt.
• Das Elterngeld Plus wird doppelt so lange ausgezahlt wie das normale Elterngeld.
• Durch den Partnerbonus können vier weitere Elterngeldmonate gewonnen werden.
• Auch Alleinerziehende, die in Teilzeit arbeiten wollen, können das Elterngeld Plus inklusive den Partnermonaten nutzen.

Eine gute Übersicht über die Vorteile und die Änderungen am neuen Elterngeld Plus bietet das Bundesfamilienministerium
Damit bei der Elterngeldberechnung nichts schief geht, sollte der Elterngeldantrag möglichst schon vor der Geburt vorbereitet werden. Dann müssen nach der Geburt nur noch letzte Daten nachgetragen werden. Da die Elterngeldberechnung je nach Bundesland einige Wochen dauern kann, lohnt es sich, den Antrag so schnell wie möglich nach der Geburt abzugeben, damit direkt nach dem Mutterschaftsgeld Elterngeld oder Elterngeld Plus gezahlt werden kann. Auch nach der Einführung des Elterngeld Plus können Eltern zwischen dem bisherigen Elterngeld und dem neuen Elterngeld Plus wählen. Auch eine Kombination aus beidem ist möglich.

Vorteile auch für Alleinerziehende

Das Elterngeld steht nicht nur Paaren offen, sondern auch Alleinerziehenden. Mussten diese bisher über das alleinige Sorgerecht oder das Aufenthaltsbestimmungsrecht verfügen, wurden diese Regelungen gelockert. Damit stehen die Partnermonate und der Partnerbonus auch Alleinerziehenden zu, die nicht das alleinige Sorgerecht haben. Relevant dafür ist, dass sie die Voraussetzungen für den steuerlichen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende erfüllen, die im Einkommenssteuergesetz aufgeführt sind.