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Mutter mit Kind auf Gymnastikball
Kind auf Gymnastikball

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Ein neuer Erdenbürger ist da! In den ersten Wochen nach der Geburt geht es in vielen Familien darum, sich erst einmal aneinander zu gewöhnen, einen neuen Tagesablauf zu etablieren und ganz einfach viel Zeit mit Kuscheln im Familienbett und gegenseitigem Bewundern zu verbringen. Doch was kommt danach? Natürlich wird auch dann noch gekuschelt, vielleicht wünschen Sie sich aber zusätzlich auch etwas mehr Aktivität und nehmen an, dass dies auch Ihrem Baby gut täte? Wie wäre es dann mit etwas Sport? Auch die ganz Kleinen können sich hiermit schon den Alltag versüßen: Babysport – unter anderem zum Beispiel in Form der Babygymnastik – macht es möglich! Sie fragen sich, was hinter diesem und ähnlichem Babysport steckt und ob das Ganze auch etwas für Ihren Nachwuchs sein könnte? Erste Einblicke in die sportliche Welt der ganz Kleinen bietet dieser Artikel!

Babygymnastik: Sanfte Bewegungen fördern die Beweglichkeit

Auf den kindlichen Körper warten viele Herausforderungen: Babys möchten früher oder später mobil werden und ihre Welt erobern! Was sie hierfür benötigen, sind auch Beweglichkeit und Muskeln. Beides kann mit der Babygymnastik sanft gefördert werden. Aber Vorsicht: Natürlich ist Babygymnastik nicht mit den Verrenkungen zu verwechseln, die Erwachsene vollbringen können. Vielmehr geht es darum, ganz grundlegende Dinge zu schulen: etwa mit Greifübungen oder dem sanften und leichten Rollen auf einer weichen Unterlage. Die Eltern sind hierbei wie bei eigentlich jedem Babysport die Impulsgeber und müssen sehr vorsichtig vorgehen. Wer sich – und dies ist nicht verwunderlich – etwas unsicher ist, welche Übungen für sein Kind förderlich sind und wie diese auszuführen sind, besucht am besten einen entsprechenden Kurs unter fachkundiger Leitung. Netter Nebeneffekt: Sowohl die Eltern als auch das Baby können bei der Babygymnastik neue soziale Kontakte knüpfen! Solche Kurse werden schon für Babys ab einem Alter von wenigen Monaten angeboten: Eltern können bei Kinderärzten nachfragen, wann der rechte Zeitpunkt für ihr Baby gekommen ist. Gleiches gilt für den Babysport, den wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen.

Turnen mit Kind

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Babyyoga als trendiger Babysport

Yoga ist ein wahrer Dauerbrenner unter den Sportarten, der sich in ganz unterschiedlichen Varianten präsentieren kann. Eine dieser Varianten ist das Babyyoga, das sich an sportlich interessierte Eltern und ihren Nachwuchs richtet. Beim Babyyoga sind die Eltern selbst nämlich durchaus etwas aktiver als bei der klassischen Babygymnastik: Sie gönnen hier auch ihrem eigenen Körper die wohltuende Wirkung von Sport, wobei gleichzeitig ein großer Wert auf Entspannung gelegt wird. Die damit einhergehende Erholung und Abwechslung können frischgebackene Eltern sicherlich besonders gut gebrauchen. Und was macht der Nachwuchs beim Babyyoga – einfach nur zusehen? Nein – er wird natürlich ganz bewusst miteinbezogen und freut sich über entspannende Massageeinheiten oder kleine Übungen, die ähnlich wie bei der Babygymnastik die Beweglichkeit schulen sollen. Mittlerweile werden Babyyogakurse relativ häufig angeboten: Wer einen fachkundigen Anbieter wählt, kann auch hier seine Scheu, etwas falsch zu machen, sicherlich schnell überwinden.

 

Sonstiger Babysport: Was können die ganz Kleinen noch erleben?

Selbstverständlich kommen viele klassische Sportarten noch nicht für Babys infrage: Oder haben Sie schon einmal ein Baby joggen, Basketball spielen, Rennrad fahren oder im Fitnessstudio trainieren sehen? Aber Spaß beiseite: Neben Gymnastik und Yoga kommt noch ein Babysport infrage, in den Kinder schon früh hineinschnuppern können und der ihnen viel Spaß bereiten könnte. Die Rede ist hier von dem Babyschwimmen. Im Grunde gibt es hier viele Parallelen zur Babygymnastik – nur das Element ist eben ein anderes. Babys lernen natürlich noch nicht das Schwimmen, die Übungen sollen aber auch hier die Beweglichkeit fördern. Und wer weiß: Wer sich früh an das nasse Element gewöhnt, wird später vielleicht sogar eine richtige Wasserratte, welche ihre Lieblingssportart schon gefunden hat und auch behalten wird. Auch beim Babyschwimmen ist eine fachkundige Betreuung natürlich das A und O: Eltern lernen durch sie, wie sie ihr Kind richtig im Wasser begleiten und halten können und welche Übungen für die ganz Kleinen sinnvoll sind. Zudem ist es ratsam, vor der ersten Stunde des Babyschwimmkurses das Okay des Kinderarztes einzuholen: Wer sich in das doch etwas kühle Nass begibt, sollte schließlich rundum fit sein.

Baby schwimmt

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Spaß beim Babysport

Egal, auf welchen Babysport die Wahl fällt: Natürlich sollten alle Kurse Spaß für den kleinen Sportler und für seine Eltern bringen. So sammeln schon Babys erste positive Erfahrungen mit ihrem Körper und können eine angenehme Zeit mit ihren wichtigsten Bezugspersonen verbringen, was ganz nebenbei die Eltern-Kind-Beziehung stärkt. Zwang hingegen wäre beim Babysport natürlich völlig fehl am Platz und könnte im schlimmsten Fall zu unangenehmen Erfahrungen und vielleicht auch zu einer Abneigung gegen Sport und bestimmte damit verbundene Situationen führen. Als Eltern gehen Sie den Babysport also am besten gelassen an: Lassen Sie Ihr Kind neue Erfahrungen sammeln, scheuen Sie sich aber auch nicht davor, einen Kurs, der Ihnen und Ihrem Kind keine Freude bereitet, abzubrechen und sich nach etwas Neuem umzusehen. Sicherlich werden auch Sie im Laufe der Zeit genau das Richtige für sich und Ihr Kind finden! Wir wünschen Ihrem Baby und Ihnen ganz viel Vergnügen bei der sportlichen Betätigung!

Baby und Mutter im Wasser
Baby und Mutter im Wasser

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Schon in der Schwangerschaft spielt das Thema Wasser und Bewegung eine spannende Rolle. Nach der Geburt ändert sich daran nichts: Das Babyschwimmen existiert in Deutschland schon seit den 1960er Jahren. Damals boten Schwimmtrainer, Physiotherapeuten und Hebammen sogenannte Mutter-Kind-Lehrgänge an, die für Babys ab circa sechs Monaten gedacht waren. Mittlerweile gibt es Kurse zum Babyschwimmen bereits für Kinder ab zwei Monaten. Durch ein gezieltes Wassertraining unter fachkundiger Anleitung beim Babyschwimmen werden die nachgeburtlichen Rückbildungsprozesse der jungen Mutter unterstützt und die Sinne des Babys angesprochen.

Ab dem wievielten Lebensmonat sollten Sie mit Ihrem Kind zum Babyschwimmen gehen?

Das Baby hat sich im Fruchtwasser in der Gebärmutter der Frau neun Monate entwickelt. Aus diesem Grund sind die Sinne des Kindes direkt nach der Geburt noch vollständig an das Wasser angepasst. So können Neugeborene unter Wasser nicht nur die Augen offen halten, sondern ihren Blick auch fokussieren. Zudem übertrifft die Hörfähigkeit von Babys unter Wasser diejenige von Erwachsenen um ein Vielfaches. Aus diesem Grund ist laut Aussagen von Experten die beste Zeit für ein frühes Babyschwimmen die ersten 4 bis 6 Wochen nach der Geburt, da alle Geburtsreflexe noch bestehen. Allerdings ist es notwendig, dass der Organismus des Babys dazu in der Lage ist, die Körpertemperatur in einem gewissen Umfang zu regulieren. Da der Entwicklungsstand Neugeborener stark variiert, sollte vor dem Babyschwimmen eine Beurteilung durch einen Kinderarzt oder eine Hebamme erfolgen. Es ist normal, dass einige Babys schon in der ersten Lebenswoche andere jedoch erst mit acht Wochen oder noch später am Babyschwimmen teilnehmen können.

So geht’s: Babyschwimmen unter fachkundiger Anleitung

Natürlich können frischgebackene Eltern mit ihrem Baby auch allein schwimmen gehen. Wer jedoch einen speziellen Kurs unter qualifizierter Leitung besucht, profitiert von bestimmten Vorteilen:

  • Das Neugeborene gewöhnt sich gemeinsam mit den Eltern ans Wasser. Beide Parteien haben viel Spaß.
  • Durch die Kursleitung werden den Eltern sichere Griffe und wichtige Haltetechniken vermittelt.
  • Den Eltern werden alle Bewegungsmöglichkeiten, die sie gemeinsam mit ihrem Neugeborenen nutzen können, aufgezeigt.
Mutter mit Kind im Wasser

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Babyschwimmen hat positive Effekte auf Körper und Geist des Neugeborenen

Positive Auswirkungen auf Muskulatur und Skelett
Durch Studien wurde belegt, dass die Entwicklung der Skelettstrukturen von Babys, die eine Wassergeburt hatten, schneller erfolgt als bei anderen Kindern. So hat sich gezeigt, dass „Schwimmbabys“ ihre Wirbelsäule im Durchschnitt schon nach sechs Monaten strecken können. Bei Kindern, die nicht zum Babyschwimmen gehen, bleibt die runde, nachgeburtliche Wirbelsäulenform dagegen bis zum 12. Monat erhalten.

Zudem kommt es bei Babys, die früh am Babyschwimmen teilnehmen, oftmals zur spontanen Rückbildung während der Geburt entstandener physiologischer Abweichungen. Dies gilt vor allem für mögliche Einschränkungen in Bezug auf die Hals-Kopf-Bewegungen. Letztlich wirkt sich das Babyschwimmen auf die gesamte Körpermuskulatur des Babys kräftigend aus.

Positive Affekte auf das Atemsystem
Weil das Atemsystem neugeborener Babys noch nicht vollständig ausgreift ist, ist anfangs nur eine reine Brustatmung möglich. Erst ab der achten Lebenswoche vollziehen Neugeborene diesbezüglich einen Entwicklungsschritt. Das Baby erlernt die tiefe Bauchatmung, sodass es das obere Lungendrittel belüften kann. Diese Umstellung des reinen Nasen-Reflex-Atmens in eine motorisch gesteuerte Atmung wird durch die Teilnahme am Babyschwimmen unterstützt.

Kognitive Erfahrungen & Kommunikationstraining
Beim Beobachten eines schwimmenden Babys wird schnell klar: Sie sind neugierig, angstfrei und lieben es sich im Wasser zu bewegen. Beim Babyschwimmen sammeln Kinder bereits im frühen Lebensstadium vielfältige kognitive Erfahrungen. Kindern, die nicht schwimmen gehen, bleiben diese dagegen verwehrt. Zudem wird beim Babyschwimmen die Bindung zwischen Mutter und Kind gestärkt, teils entstehen auch altersübergreifende Freundschaften. Aus diesem Grund haben sich Schwimmgruppen für das Babyschwimmen, in denen die Teilnehmer ihren Fähigkeiten entsprechend zusammengestellt werden, hervorragend bewährt. Dort finden die Kinder Vorbilder, Nachahmer und natürlich Mitschwimmer. Durch die im Rahmen von Babyschwimmen angebotenen Übungen ist es den Kindern möglich, sozusagen „schwimmend“ in die nächste Entwicklungsstufe hineinzuwachsen.

Dies sollte beim Babyschwimmen beachtet werden

Heutzutage wird Babyschwimmen in fast jeder Gemeinde angeboten. Ist kein Hallenbad vorhanden, werden Babyschwimmkurse oftmals in Kliniken, Hotels oder der Physiotherapie durchgeführt. Wichtig ist, dass das Wasser eine Temperatur von 31 °C bis 35 °C aufweist, die Mütter im Becken neben ausreichend Bewegungsfreiheit auch einen sicheren Stand haben und der Kurs von einer speziell ausgebildeten Person, zum Beispiel einer Hebamme oder einem Schwimmtrainer, geleitet wird. Haben der Kinderarzt oder die Hebamme grünes Licht gegeben, können sich Eltern und Kind zum Babyschwimmkurs anmelden.

Tauchendes Kind

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Diese Baby-Ausstattung sollte zum Babyschwimmen mitgebracht werden

Die Schwimm- oder Aquawindel
Durch eine Schwimm- oder Aquawindel können die Ausscheidungen des Kindes im Wasser zuverlässig aufgefangen werden. Zudem schützt diese Art von Windel den Po des Babys. Grundsätzlich gibt es verschiedene Modelle von Schwimmwindeln: Entweder ist die Windel selbst die Badehose oder sie wird als Einlage in eine normale Badehose gelegt.

Kapuzenhandtuch & Bademantel
Um das Kind nach dem Babyschwimmen abzutrocknen, eignet sich ein Handtuch mit Kapuze hervorragend, weil von diesem auch das noch empfindliche Köpfchen bedeckt wird. Zudem sollten Babys nach dem Baden gut warmgehalten werden. Ein Bademantel ist nicht nur flauschig weich, sondern schützt das Baby auch vor Unterkühlung, so dass einer Erkältung vorgebeugt wird.

Die richtige Babycreme
Nach dem Babyschwimmen und anschließendem Duschen benötigt die sensible Haut des Babys viel Feuchtigkeit. Hierfür sind spezielle Cremes erhältlich, die auf die Bedürfnisse von Neugeborenen abgestimmt und in der Regel besonders hautverträglich sind.

Das Fläschchen danach
Natürlich ist das Babyschwimmen für die Kleinen anstrengend, sodass sie danach sehr durstig und hungrig sind. Deshalb sollten Eltern entweder ein Fläschchen oder einen Snack für die etwas älteren Kinder dabei haben.

Sollte das Baby beim Schwimmen getaucht werden oder nicht?

Grundsätzlich wird diese Frage kontrovers diskutiert und beantwortet – es gibt ebenso viele Befürworter wie Gegner. Wichtig ist, dass das Baby bereit ist, zu tauchen und bestenfalls auch noch Spaß daran hat. Ob dies der Fall ist, überprüfen geschulte Kursleiter in der Regel vor dem ersten Tauchgang mit Hilfe der sogenannten Wassergussmethode. Achtung: Das Tauchen des Babys ist keinesfalls wichtigster und einziger Zweck des Babyschwimmens!

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Babyschwimmen. Sie werden sehen, dass Ihr Schwimmbaby schnell an Selbstsicherheit und Körpergefühl gewinnt. Achten Sie darauf, dass Sie einen Kurs unter qualifizierter Leitung besuchen und der Spaß im Wasser im Vordergrund steht.

Drei Kinder auf Gymnastikbällen

Kinder auf Gymnastikbällen

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Ganz unabhängig von der eigenen Sportlichkeit wünschen sich viele Eltern, ihre Kinder frühzeitig an eine Sportart heranzuführen, damit der Nachwuchs gesund und fit bleibt. Gerade erst wurde die Geburtsanzeige versendet und schon kann der Nachwuchs aktiv werden. Doch wie lässt sich eine geeignete Sportart für Kinder finden? Erinnern Sie sich doch einfach einmal an Ihre eigene Kindheit zurück: Sicherlich haben auch Sie im Kindergarten und in der Schule viel Zeit mit dem Turnen verbracht! Warum das Kinderturnen so verbreitet und geradezu klassisch ist, liegt auf der Hand: Der Einstieg ist einfach, das Kinderturnen lässt sich auf unterschiedliche Altersgruppen zuschneiden und ist ein Sport, der sich wunderbar in der Gemeinschaft ausüben lässt. Sind Ihre Erinnerungen an die eigenen Turnerfahrungen nicht mehr die frischsten, erfahren Sie im Folgenden, worum es beim Kinderturnen im Groben geht. Zudem haben wir ein paar Tipps zusammengestellt, die es Ihnen erleichtern könnten, Ihre Kids fürs Kinderturnen und für andere Sportarten zu motivieren, um sie aus dem eigenen Bettchen zu bekommen.

Um was geht’s beim Kinderturnen?

Kinderturnen ist vor allem eines: sehr abwechslungsreich, weshalb es auch an die unterschiedlichen Fähigkeiten von Kindern diverser Altersklassen angepasst werden kann. Zum einen spielt beim Turnen – und somit auch beim Kinderturnen – natürlich das Bodenturnen eine große Rolle. Jüngere Kinder üben sich hierbei unter anderem im Schlagen von Purzelbäumen, während die Fortgeschrittenen mitunter schon stolz ein Rad, einen Handstand oder andere Übungen vorführen können. Zum anderen fällt in den Bereich des Turnens natürlich auch das Geräteturnen: Schwebebalken, Barren und Co. lassen grüßen, aber auch kleinere Utensilien für das Turnen wie etwa Reifen und Springseile lassen sich integrieren.
Da Kinder natürlich nicht nur ein strammes Turnprogramm absolvieren möchten, sondern ihrem Altern entsprechend auch einen ganz natürlichen Drang nach freier Bewegung, Spiel und Spaß aufweisen, kommen beim Kinderturnen auch Spiele wie Fangen und Co. nicht zu kurz. Sie oder aber auch die Bewegung zu Musik sorgen häufig für Auflockerung vor, zwischen oder nach den Turneinheiten. Mitunter gibt es übrigens Angebote für das Kinderturnen, die sich schon an Kinder ab einem Alter von einem Jahr richten: Hier stehen die klassischen Turnübungen, wie man sie kennt, natürlich noch nicht auf dem Programm. Vielmehr geht es bei den allerersten Turnstunden solch junger Kinder um die ersten Erfahrungen mit dem eigenen Körper und um die Entwicklung grundlegender motorischer Fähigkeiten – das Ganze natürlich bei so jungen Kindern immer in Begleitung der Eltern.

Mädchen turnt

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Was bringt das Kinderturnen?

Früh übt sich, wer kein Sportmuffel werden möchte – das Kinderturnen kann durch seine altersgerechte Ausrichtung schon für sehr junge Kinder infrage kommen und somit die Basis für Spaß an Bewegung und Sport legen. Zudem ist das Kinderturnen – anders als man vielleicht zuerst denken mag – keine Sportart, die zum Einzelgänger macht. Ganz im Gegenteil: Den Purzelbaum macht zwar jeder für sich, durch den Kontakt mit anderen Kindern kann der Nachwuchs aber viel lernen. Dies gilt nicht nur in Hinblick auf Motorik und einzelne sportliche Übungen, sondern auch in Bezug auf das soziale Verhalten. In der Kinderturngruppe werden sicherlich sehr schnell erste Freundschaften geschlossen, kleine Konflikte bewältigt und die Erfahrung erworben, dass es schön ist, Teil einer Gemeinschaft zu sein. Viele weitere positive Aspekte des Kinderturnens sind denkbar.

Probieren geht über Studieren

Sie sind sich nicht sicher, ob Kinderturnen auch für Ihren Nachwuchs infrage kommt? Sind Ihre Kinder noch relativ jung, könnten Sie einfach dem Grundsatz folgen, dass Probieren über Studieren geht. Schließlich kann Ihr sehr junges Kind sich noch gar keine konkrete Vorstellung vom Kinderturnen machen und lernt am besten aus eigenen Erfahrungen. Erkundigen Sie sich doch einfach, ob in Ihrer Gemeinde Kurse für das Kinderturnen und in diesem Zuge eventuell auch eine Schnupperstunde angeboten wird. Vielleicht testen Sie und Ihre Kleinen sich auch erst einmal zu Hause im eigenen Kinderzimmer bei kleinen Übungen aus. So können Sie und Ihr Nachwuchs vielleicht erste Eindrücke sammeln und daraufhin entscheiden, ob es mit dem Kinderturnen weitergehen soll oder nicht. Sind Ihre Kinder schon etwas älter, sprechen Sie mit ihnen ruhig über Ihre Idee, das Kinderturnen einmal auszuprobieren. So manch ein Fünfjähriger hat sehr konkrete Vorstellungen davon, was ihm Spaß machen könnte und was nicht. Zum unverfänglichen Antesten des Turnens werden Sie aber sicherlich auch Kinder bewegen können, die zunächst etwas skeptisch sind. Verfestigt sich bei Ihrem Kind aber die Meinung, dass das Kinderturnen nichts für es ist und äußert es den Wunsch, lieber einen anderen Sport zu betreiben, sollten Sie natürlich auch dieses ernst nehmen. Wer mag schließlich schon einen Sport ausüben, der ihm nicht gefällt, während in der Turnhalle nebenan Kurse für die Traumsportart stattfinden?

Mädchen mit Reifen

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Für Motivation beim Kinderturnen und bei anderen Sportarten sorgen

Motivation ist für Kinder immer wichtig – auch wenn es um sportliche Betätigung geht. Beim Kinderturnen können Sie für Motivation sorgen, indem Sie gemeinsam mit Ihrem Nachwuchs in die neue Sportart starten: Bei den ganz jungen Kindern machen die Eltern beim Eltern-Kind-Turnen nämlich einfach mit! Dies nimmt den Kleinen nicht nur die Scheu davor, Neues auszuprobieren und sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden, sondern sorgt natürlich auch für eine Extraportion Spaß. Schließlich sieht Papa im Gymnastikreifen bestimmt sehr lustig aus und Mamas Purzelbaum wird für großes Staunen sorgen. Nehmen Sie später nicht mehr selbst am Kinderturnen teil, können Sie für Motivation in Sachen Sport bei Ihrem Nachwuchs sorgen, indem Sie weiterhin, aber auf anderen Wegen als gutes Beispiel vorangehen. Machen Sie selbst Sport, ist es für Ihr Kind schließlich viel einfacher, sich von der Sinnhaftigkeit des mitunter schweißtreibenden Unterfangens zu überzeugen.
Damit Ihr Kind auch bei Misserfolgen am Ball bleibt und die ersten kleinen Rückschläge nicht als Anlass nimmt, ein für alle Mal mit jedwedem Sport zu brechen, ist ebenfalls Ihre Motivationskunst gefragt. Verdeutlichen Sie Ihrem Nachwuchs, dass Misserfolge im Leben dazugehören, und nicht bedeuten, dass das Scheitern nun für alle Zeiten vorprogrammiert ist. Machen Sie Mut und zeigen Sie Ihrem Kind Wege auf, die es bestreiten kann, damit beim nächsten Mal alles besser läuft. So stehen die Chancen gut, dass Ihr Kind dem Sport treu bleibt und sich schon bald über Erfolge freuen kann, die das kindliche Selbstbewusstsein stärken. In diesem Sinne sei Ihnen und Ihrem Kind eine sportliche und gesunde Zukunft gewünscht!

Schwangere Frau Unterwasser
Schwangere Frau sitzend beim Yoga

Yoga für Schwangere entspannt und stärkt © mmphoto / Dollar Photo Club

Schwangere Frauen nehmen oft ihren Körper bewusster wahr. Viele möchten sich selbst etwas Gutes tun und auch während der Schwangerschaft nicht auf Sport und Bewegung verzichten. Im Vordergrund steht dabei meist nicht der Fitness-Faktor, sondern der Wunsch nach Entspannung und Gesellschaft anderer werdender Mütter. Daher gibt es eine Reihe verschiedener Kurse für Eltern. Wir zeigen, welche Kurse es gibt, was man machen sollte und worauf man verzichten kann.

Kurse für Schwangere: Extra Kurse nach jedem Geschmack

Kurse für Schwangere erfüllen verschiedene Aufgaben. Geburtsvorbereitungskurs, Yoga für Schwangere, Schwangerschaftsgymnastik oder Wassergymnastik für Schwangere sind nur einige der gängigen Angebote, die eine schwangere Frau wahrnehmen kann. Sie vereinen körperliche, psychische und soziale Faktoren und sind daher besonders wertvoll. Bewegung in der Schwangerschaft ist gesund und hält fit. Außerdem lassen sich viele Beschwerden in der Schwangerschaft lindern, indem mit Bewegung gegengearbeitet wird. Wird die Muskulatur gelockert und an den richtigen Stellen gestärkt, lassen sich Rückenschmerzen und andere Schwangerschafts-Probleme leicht lösen. Da die meisten Kurse für Schwangere in Gruppen angeboten werden, sind sie für die Sozialkontakte in der Schwangerschaft besonders wichtig. Schwangere Frauen lernen andere Frauen in der gleichen Situation kennen, man kann sich austauschen, gemeinsam über Zukunftsängste sprechen und sich gegenseitig Mut machen, aber auch über die schönen Seiten der Schwangerschaft sprechen. Gute Schwangerenkurse lassen dafür Raum und geben den schwangeren Frauen Zeit für diesen Austausch. Manch eine intensive Frauenfreundschaft entstand im Geburtsvorbereitungskurs. Aktivitäten wie Yoga für Schwangere helfen durch Atemtechniken, die innere Mitte zu finden. Der Körper kann sich entspannen, die Frauen lernen bestimmte Bereiche ihres Körpers zu aktivieren und sehen viele Yoga-Stellungen und -techniken als eine gute Geburtsvorbereitung an. Durch die Stärkung des Geistes werden oftmals Ängste vor der Geburt gelindert.

Der Klassiker: Der Geburtsvorbereitungskurs

Schwangere und Partner bei Entspannungsübungen

Geburtsvorbereitung gemeinsam erleben © BildPix.de / Dollar Photo Club

Wie der Name sagt, geht es im Geburtsvorbereitungskurs um die Vorbereitung auf die anstehende Geburt. Diese Kurse werden von der Krankenkasse übernommen, wenn sie von einer anerkannten Hebamme durchgeführt werden. In 14 Stunden lernen schwangere Frauen verschiedene Dinge rund um die Geburt und die erste Zeit mit dem Baby. Typische Inhalte eines solchen Kurses sind:

• Die Phasen der Geburt
• Atemtechniken während der Geburt
• Möglichkeiten zur Schmerzlinderung
• Eventuelle Komplikationen während der Geburt und besondere Entbindungssituationen (Saugglocke, Kaiserschnitt)
• Entspannungsübungen
• Partnermassage
• Grundlagen der Säuglingspflege (Wickeln, waschen, tragen)
• Stillvorbereitung und die Frage nach möglichen Alternativen

Da die Inhalte nicht nur für werdende Mütter interessant sind, beinhalten die meisten Geburtsvorbereitungskurse auch Stunden, bei denen die Väter willkommen sind. Diese sind genau festgelegt, damit die Frauen während der restlichen Zeit ungestört sind. Geburtsvorbereitungskurse werden entweder für einen bestimmten Zeitraum wöchentlich angeboten oder als Crashkurs am Wochenende. Natürlich muss eine werdende Mutter diesen Kurs nicht besuchen. Doch viele Frauen – sogar solche, die bereits Kinder haben – gehen gern zur Geburtsvorbereitung. Der Kurs sollte so belegt werden, dass er spätestens drei Wochen vor dem errechneten Termin abgeschlossen ist, aber auch nicht zu früh in der Schwangerschaft. Da in vielen Regionen solche Kurse schnell ausgebucht sind, empfiehlt sich eine frühe Anmeldung.

Der Klassiker Nr. 2: Schwangerschaftsgymnastik

Schwangerschaftsgymnastik beinhaltet Übungen, die speziell auf Schwangere abgestimmt sind. Rückenschmerzen in der Schwangerschaft werden gelindert, Wassereinlagerungen bekämpft und Muskeln und Bänder auf die nahende Geburt vorbereitet. Die Übungen für Schwangere dienen der körperlichen Fitness und damit der Gesundheit. Ist die Frau in einem guten Allgemeinzustand, erleichtert dies die Geburt. Diese Kurse für Schwangere findet man beispielsweise über die Krankenkasse, Volkshochschulen oder Hebammenpraxen.

Schwerelosigkeit für Schwergewichte: Wassergymnastik für Schwangere

Schwanger unter Wasser

Wassergymnastik für Schwangere – Schwerelosigkeit genießen © Fwed / Dollar Photo Club

Vor allem wenn die Schwangerschaft in die letzten Wochen geht, fühlen sich die meisten Frauen rund, schwer und träge. Das zusätzliche Gewicht macht ihnen zu schaffen, oft kommen Wassereinlagerungen dazu. Wo lässt es sich besser entspannen als im Wasser? Ob Aquafitness für Schwangere, Wassergymnastik oder Schwimmen – Kugelbauch und Wasser passen wunderbar zusammen. Im Wasser verschwinden Wassereinlagerungen und durch die Schwerelosigkeit können dort auch solche Frauen Gas geben, die außerhalb mit körperlichen Einschränkungen leben müssen. Muskeln und Gelenke werden gelockert und gekräftigt, was den Körper geschmeidig macht. Da Schwimmen für Schwangere so beliebt ist, bieten immer mehr Schwimmbäder entsprechende Kurse an. Die werden meist von externem Personal geleitet. In vielen Bädern gibt es offene Kurse, zu denen jede schwangere Frau ohne Voranmeldung erscheinen kann. Neben der Gebühr für den Eintritt muss ein Obolus für den Kurs entrichtet werden. Vorteil von Wassergymnastik für Schwangere: Auch Nichtschwimmerinnen können an diesen Kursen teilnehmen, da sie meist im Nichtschwimmerbereich stattfinden. Ein kleiner Nachteil: In vielen Bädern wird eine Unbedenklichkeitsbescheinigung vom behandelnden Arzt oder der Hebamme verlangt, die die körperliche Tauglichkeit bescheinigt. Doch nicht nur vor der Geburt ist das Wasser ein beliebtes Element der Schwangeren – immer mehr Frauen wünschen sich eine Wassergeburt!

Kurse für das innere Gleichgewicht: Yoga für Schwangere

Yoga hilft Spannungen abzubauen, Muskeln zu entspannen und zur Ruhe zu kommen – alles Dinge, die nicht nur in der Schwangerschaft wichtig sind, sondern auch in der Zeit danach. Körperlich kann Yoga gegen Rückenschmerzen helfen und andere Leiden lindern. Spezielle Yoga-Kurse für Schwangere konzentrieren sich meist auf Entspannungs- und Atemtechniken, kombiniert mit Übungen, um die Muskeln zu lockern und zu stärken. Yoga-Kurse werden in Yoga-Schulen angeboten, oft aber auch in Volkshochschulen. Bei gesetzlich Versicherten lohnt ein Blick ins Kursangebot: Viele Krankenkassen bieten eigene (für Versicherte kostenlose) Kurse für Schwangere an oder fördern Kurse in bestimmten Einrichtungen.

Für Extrovertierte Schwangere: Bauchtanz und Co

Was eignet sich mit einem dicken Babybauch eher an als Bauchtanz? Vor allem für Frauen, die sowieso gern tanzen, bietet sich ein Bauchtanzkurs an. Neben dem Spaß an Rhythmus und Musik lockert der Bauchtanz die Bänder und verbessert Muskulatur und Haltung.

Alles kann, nichts muss

Natürlich kann man seine Schwangerschaft auch völlig ohne spezielle Kurse für Schwangere gestalten. Wer keine Lust auf andere Schwangere, esoterische Traumreisen oder seichte Yogaübungen hat, wird auch ohne all diese Dinge eine erfüllte Schwangerschaft erleben. Für viele Frauen sind solche Kurse jedoch eine schöne Erfahrung und werden ihrem Wunsch nach Bewegung und Geselligkeit gerecht. Da Gesundheit und Fitness für Schwangere allgemein als erstrebenswert anerkannt sind, findet man in fast jeder Region Kurse für Schwangere. Häufig werden diese von der Krankenkasse unterstützt, sodass sich die Kosten in Grenzen halten. Auch Hebammenpraxen, Krankenhäuser mit großen Geburtsstationen und Volkshochschulen bieten oft ein interessantes Angebot für Schwangere. Weitere mögliche Kurse sind Pilates für Schwangere, Geschwisterkurse für Mütter, die bereits Kinder haben oder ein Säuglingspflegekurs, der die ersten Wochen mit Baby erleichtern kann.